30. November 2021 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Felix Mendelssohn Bartholdy / Franz Schubert. String Quartets :: Minetti Quartett

Felix Mendelssohn Bartholdy / Franz Schubert: String Quartets | Minetti Quartett

Teil 3 von 7 in Michael Kubes HörBar #001 - 2018/10

Stück um Stück arbeitet sich das Minetti Quartett durch das Repertoire. Nach Haydn, Beethoven und dem frühen Mendelssohn folgt nun dessen spätes Quartett op. 80 gemeinsam mit dem in d-Moll von Franz Schubert („Der Tod und das Mädchen“). Eine instruktive Kombination, in der nicht allein der Todesgedanke, sondern mehr noch der orchestrale Duktus eine gewichtige Rolle spielt – eine Herausforderung, der sich die Wiener Formation vollgriffig, mit eigenem Tonfall und individueller Farbgebung stellt, ohne ins Metaphysische zu verfallen. Merkwürdig nur, dass bei Schubert die leisen Stellen vielfach räumlich entfernter klingen. Felix

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Ludwig van Beethoven / Ferdinand Hiller / Franz Schubert. Piano Trios :: Rautio Piano Trio

Ludwig van Beethoven / Ferdinand Hiller / Franz Schubert: Piano Trios | Rautio Piano Trio

Teil 4 von 7 in Michael Kubes HörBar #001 - 2018/10

Rätselhaft, warum das Rautio Piano Trio nach seinem feurigen Mozart-Debut auf historischen Instrumenten nun für Beethovens Geistertrio und Schuberts „Notturno“ zum Steinway D greift. Was die CD dennoch interessant macht, ist die Ersteinspielung von Ferdinand Hillers erfreulich gefälliger fünfsätziger Serenade op. 186 (1879) – ein kammermusikalischer Blick in den gepflegten Salon der Zeit. Ludwig van Beethoven / Ferdinand Hiller / Franz Schubert: Piano Trios :: Rautio Piano Trio :: Resonus RES 10203 (2015)

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Sergei Rachmaninow. 24 Preludes :: Nikolai Lugansky (Klavier) ::

Sergei Rachmaninow: 24 Preludes | Nikolai Lugansky (Klavier)

Teil 5 von 7 in Michael Kubes HörBar #001 - 2018/10

Rachmaninows Preludes haben es nicht leicht: Oft rücken die immensen technischen Anforderungen in den Vordergrund, oder die einzelnen Sätze wirken allzu schwerblütig. Unter Luganskys Händen entfalten die Sammlungen op. 23 und 32 jedoch ihren faszinierenden Zauber: mit virtuosem Understatement und poetischer Stringenz wirklich musikalisch gedeutet. So einfach, so schwer. Sergei Rachmaninow. 24 Preludes :: Nikolai Lugansky (Klavier) :: harmonia mundi HMM 902339 (2017)

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Gustav Mahler: Symphony No. 9 | Swedish Radio Symphony

Gustav Mahler: Symphony No. 9 | Swedish Radio Symphony Orchestra, Daniel Harding

Teil 7 von 7 in Michael Kubes HörBar #001 - 2018/10

Keine gesammelten Werke, sondern hervorragende Einspielungen unterschiedlichen Repertoires: Dafür stehen nun schon seit einiger Zeit das Schwedische Radio-Sinfonieorchester und sein Chef Daniel Harding. Nach stilistisch gegensätzlichen Produktionen mit Werken von Widmann, Brahms, Tschaikowsky, Bartók und Richard Strauss folgt nun Mahlers Neunte. Was für ein Ereignis! Es gibt seit jeher viele Möglichkeiten, diese große Partitur zu deuten – vor allem mit Blick auf den biographischen Kontext. Der Musik hat es nur bedingt geholfen, denn die fragile Faktur gestattet nicht immer jene romantische Süffigkeit, der man sich gerne vorschnell hingeben mag. Vielmehr verlangt sie eine

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Claude-Bénigne Balbastre. Pièces de clavecin

Claude-Bénigne Balbastre: Pièces de clavecin | Christophe Rousset (Harpsichord)

Teil 6 von 7 in Michael Kubes HörBar #001 - 2018/10

Noch immer ein Geheimtipp, dabei so großartig: Die „Pièces de clavecin“ (1759) von Claude-Bénigne Balbastre portraitieren nicht nur Persönlichkeiten, sondern stellen mit ihrer satten Klanglichkeit einen Höhepunkt dar. Christophe Rousset lässt sich auf einem hervorragend klingenden Instrument der Zeit diesen Leckerbissen nicht entgehen. Zugabe: eine Sonate mit Violinbegleitung. Claude-Bénigne Balbastre: Pièces de clavecin :: Christophe Rousset (Harpsichord), Gilone Gaubert-Jacques (Violin) :: Aparte AP 163 (2017)

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