14. Juli 2020 nmz – HörBar – täglich dabei und abgeört
Guillaume Du Fay: Motets, Hymns, Chansons, Sanctus Papale

Guillaume Du Fay: Motets, Hymns, Chansons, Sanctus Papale

Teil 5 von 6 in Michael Kubes HörBar #011 – 2020/05

Zwar keine Enzyklopädie, doch ist es dem Ensemble Blue Heron trefflich gelungen, auf einer einzigen CD sowohl eine Übersicht über alle von Dufay mit Kompositionen bedachten Gattungen zu geben als auch aufführungspraktische Varianten klanglich zu realisieren: die Größe des Ensembles (solo vs. chorisch), bei untextierten Stimmen den gelegentlichen Gebrauch von Instrumenten oder der Vokalise, die Entscheidung zwischen b durum und b molle. All das wird im Booklet ausführlich und verständlich besprochen, mehr aber noch wiegt die wirklich sensible Interpretation der Werke, die Dufay als den herausragendsten Meister seiner Generation zeigen.

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Johannes Ockeghem: Masses 2 – Beauty Farm

Johannes Ockeghem: Masses 2 – Beauty Farm

Teil 3 von 6 in Michael Kubes HörBar #011 – 2020/05

Wer sich am Namen des Ensembles und dem Cover stört, der möge einmal im Katalog des Labels „Fra Bernardo“ stöbern. Schnell wird klar, dass es sich lediglich um eine poppig stilisierte Weiterentwicklung des Art-Designs von Produktionen mit dem Ensemble „The Sound and the Fury“ handelt. In beiden Fällen handelt es sich um herausragende Interpretation nicht minder hochkarätiger Werke aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert. Hier (Folge 2 einer Gesamteinspielung?) finden sich auf zwei CDs insgesamt vier Messen von Johannes Ockeghem: die frühe Missa Caput, die vielleicht auf ein Werk von Dufay

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Johannes de Lublin tablature (1540) – Corina Marti (Renaissance Cembalo)

Johannes de Lublin tablature (1540) – Corina Marti (Renaissance Cembalo)

Teil 1 von 6 in Michael Kubes HörBar #011 – 2020/05

Mit 39 Nummern wird auf dieser CD zwar nur eine kleine Auswahl aus der insgesamt 520 Seiten umfassenden Tabulatura Joannis de Lublin präsentiert. Doch diese Kompilation macht Lust auf mehr, spielt doch die aus der Schweiz stammende Corina Marti die 1540 zusammengetragenen Stücke und Intavolierungen mit einer hinreißenden Musikalität, die technisch wie gestalterisch nichts vermissen lässt. Ganz im Gegenteil muten die Klänge des nachgebauten Renaissance-Cembalos so unmittelbar, so modern an, dass man die enorme zeitliche Distanz von bald 500 Jahren rasch vergisst. Für mich eine der inspiriertesten Einspielungen seit langer

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