18. November 2019 nmz – HörBar – täglich dabei und abgeört

Mieczyslaw Weinberg: Symphony No. 2 / Symphony No. 21 „Kaddish“

Teil 6 von 7 in Michael Kubes HörBar #008 – 2019/09

Irgendwie konnte sich die Deutsche Grammophon nie so recht entscheiden, wie sie ihr bestes Markenzeichen gestaltet. Einige Jahre war das prägende „Gelb-Label“ gar vollständig vom Cover verdrängt bzw. unscheinbar in die Ecke gestellt, nun ist es seit einiger Zeit wieder vermehrt präsent. Gut so, sagt sich der Sammler. Er kann im bedrohten Wald des CD-Marktes auf diese Weise auch leichter zwischen Baum und Borke unterscheiden. Wer aber hat schon einmal genauer hingesehen? Da stehen in fetten Lettern einmal Komponist und Werk, ein anderes Mal aber die Interpreten. Und die Reihenfolge

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Albanian Piano Music: Werke von Simaku, Vorpsi, Lara, Ibrahim, Zadeja, Gjoni, Tole, Dizdari, Harapi (2018)

Teil 2 von 7 in Michael Kubes HörBar #005 – 2019/05

Eine pianistische Reise durch ein fast vergessenes Land an der Adria. In Erinnerung bleiben die Klavierstücke und Zyklen nahezu ausnahmslos wegen ihres musikalisch durch und durch ungefährlichen romantischen oder nationalromanti­schen Idioms. Und dennoch: eine Entdeckungstour in unbekanntem Terrain, die unter den Händen von Marsida Koni Lust auf mehr macht. Albanian Piano Music: Werke von Simaku, Vorpsi, Lara, Ibrahim, Zadeja, Gjoni, Tole, Dizdari, Harapi. Marsida Koni (Klavier) Piano Classics PCL 10149 (2018)

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Rolf Riehm: Die schrecklich-gewaltigen Kinder für Koloratursopran & großes Ensemble

Rolf Riehm: Die schrecklich-gewaltigen Kinder für Koloratursopran & großes Ensemble

Die griechische Mythologie ist schon länger ein Gravitationszentrum im künstlerischen Kompass von Rolf Riehm, der Mythos als narratives Möglichkeitsfeld von Erkenntnis. Gediegen bildungsbürgerlich wird das bei Riehm aber nie. „Die schrecklich-gewaltigen Kinder“ (2012), hier in einem bezwingenden Live-Mitschnitt der Frankfurter Uraufführung mit dem Ensemble Modern zu hören, basiert zum Großteil auf der „Theogonie“ von Hesiod, ein Urmythos der Unterdrückung mitsamt daraus resultierendem Vatermord. Riehm hat daraus ein Epos gemacht, das über weite Strecken monodisch von einem aberwitzigen Koloratursopran getragen wird, dessen „Erzählung“ zwischen fragmentarischen Text-Bildern und vokaler Abstraktion schwankt. Der

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