16. September 2019 nmz – HörBar – täglich dabei und abgeört

Chameleon: Werke von Georg Philipp Telemann – New Collegium

Teil 4 von 7 in Michael Kubes HörBar #007 – 2019/07

Telemann hat wahrlich viel geschrieben – aber ein Vielschreiber war er keinesfalls. Weit eher könnte man sagen, dass er es auf wunderbare Weise verstand, die unterschiedlichen nationalen Stile seiner Zeit kompositorisch originell zu bedienen und (mehr noch) zu vermischen. Der Titel dieses Albums spielt darauf an: Telemann als ein musikalisches Chamäleon. Doch auch das eingespielte Programm gleicht einer Tarnkappe: Neben zwei vollständigen Sonaten, einem raren Concerto und einem Quartett finden sich viele Einzelsätze mit spezifischen (Klang-)Reizen – von dem niederländischen Ensemble „New Collegium“ wirklich als Kammermusik interpretiert und gespielt. Ein

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Georg Philipp Telemann: The Grand Concertos for mixed instruments Vol. 4

Georg Philipp Telemann: The Grand Concertos for mixed instruments Vol. 4

Teil 6 von 7 in Michael Kubes HörBar #004 - 2019/03

Man kann es leider nicht oft genug sagen: Telemann hat zwar viel geschrieben – ein Polygraph war er aber nun wirklich nicht. Auch wenn man verdichtete Satzstrukturen und harmonische Gänge à la Bach nicht findet: Seine Concerti und Suiten haben einen ganz eigenen Tonfall, und es ist darüber lange nicht das letzte Wort gesprochen. Denn wer kennt überhaupt die in Hunderten zu zählende Fülle seine Werke? Michael Schneider und die Stagione Frankfurt haben auf bekannt verlässlichem Niveau fünf weitere Concerti eingespielt – aber man spürt deutlich, dass da noch Luft

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Georg Philipp Telemann & Johann Melchior Molter. Flute and Oboe Quartets

Georg Philipp Telemann & Johann Melchior Molter: Flute and Oboe Quartets

Teil 3 von 7 in Michael Kubes Hörbar #003 - 2019/01

Dass die eingespielten Telemann-Quartette unautorisierte Bearbeitungen aus dem Jahre 1752 sind: geschenkt. Denn der Pariser Verleger Le Clerc wusste sehr wohl, was er tat, als er die aus frühen Eisenacher Zeiten (bis 1712) stammenden Werke arrangierte. So groß muss einst der Telemann-Hype gewesen sein! Wer aber noch immer vom „Polygraphen“ spricht, der sollte die Werke mit denen des eine halbe Generation jüngeren Molter vergleichen, die den Weg zur Empfindsamkeit deutlich weniger originell beschreiten. Die Camerata Bachiensis musiziert stilistisch angemessen und angenehm unaufgeregt. Unverständlich, warum ein deutschsprachiger Booklet-Text nur in englischer

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