29. Januar 2022 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch

Pride: I Hate Work

Pride / I Hate Work
Pride / I Hate Work

Ich auch. Ich auch. Darum machen wir es kurz: Repunkisierung via Jazz. Das Trio nimmt sich ein Punk-Album von MDC aus dem Jahr 1982 mit dem Titel „Millions of Dead Cops“ vor. Das geht natürlich in die Hose. Muss es auch. Soll es auch. Geht eben gar nicht. Autsch, knirsch, quiiiiitsch.

Und irgendwie dann doch, didil-didumm. Man muss nur alles von links auf noch mehr links drehen, durch Jazzidiomatiken quetschen und ordentlich wolfen. Heraus kommt ein eigenartiges Sammelsurium an Pogopostmoderne, was man sich nicht unbedingt zweimal anhören möchte, sondern gar nicht oder mehrfach – in der vagen Hoffnung, dass dem Schlagzeuger der Besen mal früher oder später entgleitet.

Punkrockgeschichte, bei der er es gewaltig knirscht wie in „Dick for Brains“. Es passt eben irgendwie alles überhaupt nicht zusammen. Aber dann eben doch so, dass man die Irritation genießt oder … eben nicht. Jedenfalls alles andere als Meterware von Jazzwurstigkeit. Hello Santa Nikohl-Laus.


Pride: I Hate Work (2021)

  • Mike Pride – drums, percussion & keyboards
  • Jamie Saft – piano, mellotron
  • Brad Jones – double bass
  • JG Thirlwell – vocals on 3
  • Sam Mickens – vocals on 6
  • Dave Dictor – vocals on 10
  • Mick Barr – electric guitar on 2, electric 12 string banjo on 6

RareNoiseRecords 2021

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von Spotify zu laden.

Inhalt laden

Und hier das Original: Mal auch nicht so uninteressant. War eine starke Zeit auch für den Punkrock. Man schaue nur mal auf die Dauern der Stücke. Das war irgendwie ein Webern-Punk.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von Spotify zu laden.

Inhalt laden

 

 

 

 

28 / 100
close
hoerbar_nmz

Der HörBar-Newsletter.

Tragen Sie sich ein, um immer über die neueste Rezension informiert zu werden.

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.