15. Juli 2026 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Arne Huber – Still

Arne Huber – Still

«Still» und «Marry Me Song», Stücke mit fast hymnischem Choralklang im homophonen Satz, die langsam vor sich hinschreiten und dabei die harmonischen Veränderungen auch klangfarblich deuten. Huber setzt dabei auch gerne einen unaufgelösten Quartvorhalt an das Ende der Phrasen. Er ergibt sich daraus eine unglaublich entspannte Musikwirkung

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open music Ensemble & Guests – Residual Light

open music Ensemble & Guests – Residual Light

Ich hatte beim Durchhören des gesamten Konvoluts viel Freude und Genuss an der Vielfalt der Ideen und ihrer jeweiligen Umsetzung durch das open music Ensemble und seine Gäste. Etwas davon herauszuheben, fällt einem schwer, denn all diese Klangergebnisse sind durch ihre Einzigartigkeit im Feld von Komposition, Interpretation und Improvisation gekennzeichnet.

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Art Ensemble Of Chicago – people in sorrow

Art Ensemble Of Chicago – people in sorrow

Tatsächlich ein Meilenstein der Musikgeschichte des letzten Jahrhunderts, der auch heute nur bewundert werden kann.. Es zeigt das Ensemble aus Chicago bei ihrer unvergleichlichen Art, Klangfarben und Spielattitüden in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zu stellen, es ist der Moment, wo, wenn man es vereinfacht sagen wollte, Free Jazz zu freier Improvisation wird.

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Olaf Taranczewski – Polarities

Olaf Taranczewski – Polarities

Eine Musik vom Typus «nachdenkliche Musik» – eine Musik, die einen in einen anderen Raum (ver-)setzt. Dabei bleibt sie voller Sinnlichkeit, taumelnd-träumelnd, verzückt, ein bisschen. Die Klavier-Zusatztonmischungen im Raum mit Ergänzungen von Moog-Bässen und Fender-Rhodes-Tupfen von Olaf Taranczewski sind höflich in jeder Wendung, schmiegen sich an sich selbst an, schöpfen aus einer – ich möchte sagen – gewissen Sehnsucht nach einem friedlichen und freundlichen Tonfall, der aber genug Tiefe im musikalischen Hörraum sein Eigen nennt.

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Schouten – Open Space

Fie Schouten – Open Space

Das ist schon gewaltig filigran! Manchmal wird aber der Musik des Trios ebenso die Luft gelassen, dem menschlich-musikalischen Impuls der Worte zu folgen und diese in sich akustisch zu wenden. Die Musik schwebt dahin. Sie schwebt hinter den Worten. Sie schwebt vor den Worten. Wird gelegentlich dringlicher, nicht fasslicher, verrauschter, angerauht, porös. 

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Vicéns – Niebla

Vicéns – Niebla

Kammermusikalischer Jazz aus New York von einem Ensemble um den Gitarristen Gabriel Vicéns, in dem es kreuz und quer durch sozialisationsbedingte musikalische Prägungen aus seiner Heimat Puerto Rico geht, die auf die aktuelle urbane moderne Jazzpraxis trifft. … Aufregend, anstrengend. Man kann auch zu viel überraschen wollen … Auch der Nebel will leben.

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