9. August 2022 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Jesu, meine Freude

Jesu, meine Freude

Jesu, meine Freude. Dieser erstmals 1653 mit Versen von Johann Franck und einer Melodie von Johann Crüger gedruckte Choral zählt bis heute zum Kernbestand protestantischer Kirchenlieder. Vor allem im 18. Jahrhundert haben sich zahlreiche Kantoren (und Organisten) mit ihm kompositorisch auseinandergesetzt: in Kantaten und Motetten (oder in Choralbearbeitungen) verschiedenster Art. Dass ein Album mit gleich vieren dieser Werke nun aber nicht ermüdet, sondern anhaltend begeistert und nach «mehr!» verlangt, ist zunächst dem herausragenden einstimmigen Original geschuldet: Zum einen bieten die starken Worte des Chorals vielfältigste Möglichkeiten der musikalischen Umsetzung, zum

Teil 3 von 5 in Michael Kubes HörBar #060 – Kantaten
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Friedrich Christian Samuel Mohrheim

Friedrich Christian Samuel Mohrheim

In der Bach-Forschung ist Friedrich Christian Samuel Mohrheim (1719–1780) kein gänzlich Unbekannter – freilich weniger als späterer Kapellmeister an der Danziger Marienkirche, denn in jungen Jahren ab 1733 als offenbar brauchbarer Schüler an der Leipziger Thomasschule, wo er sich im Hause Bach durch prominente Abschriften als Kopist hervortat, darunter Kantaten und die Matthäus-Passion. Umso überraschender ist es, wie lange es dauerte, bis endlich (und bezeichnenderweise als Danziger Initiative) wenigstens einige der wenigen erhalten gebliebenen ungedruckten Kompositionen Mohrheims eingespielt vorliegen. Die von MDG produzierte Serie Musica Baltica muss sich keineswegs ob

Teil 1 von 5 in Michael Kubes HörBar #060 – Kantaten
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Michael G. Fischer

Michael G. Fischer

Natürlich ist das klassische Klavierquartett nicht ohne Mozart zu denken – sowohl in g-Moll (KV 478) wie auch in Es-Dur (KV 493). Diese Werke aus den Jahren 1785/86 waren zwar zunächst nicht sonderlich erfolgreich, doch haben sie kräftige Spuren in der Musikgeschichte hinterlassen. Von diesen Spuren profitiert auch das Opus 6 von Michael Gotthard Fischer (1773–1829). Er war ein Komponist, der kein großes schöpferisches Erbe hinterlassen hat, aber (ausgebildet von Johann Christian Kittel) in Erfurt das Musikleben seiner Zeit maßgeblich mitbestimmte. Dass sich Fischer ab 1810 kompositorisch offenbar auf die

Teil 1 von 5 in Michael Kubes HörBar #059 – Klavierkammermusik
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