3. Februar 2023 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Hans Arnold – Interim

Hans Arnold – Interim

Was ist das? Das Setup besteht aus Wurlitzer Piano und stehender Bass Drum. Daraus und drumherum wird gefrickelt, geloopt und gewerkelt. Hobbykeller, Experimentalküche der Repetitions-Avantgarde? — Oder einfach nur ein Denkmal der Tonkunst? Dass das nämlich nicht zu einer geschmäcklerischen Sülze gefriert, dafür sorgt Hans Arnold immer wieder mit kleinen Steinchen, die er in die Kompositionen streut und die gottlob eher nur ein Ausrutschen beim Mithören erzeugen («Future in Present»). An sich auch erstaunlich, welche verschiedenen musikalischen Poetiken sich mit dem genannten Instrumentarium erzeugen lassen. Auch im Bereich der Geräusche

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Oh No Noh – Kanzi

Oh No Noh – Kanzi

Es handelt sich um das zweite Album des „Gitarristen, Roboterprogrammierers, Magnetbandzerknitterers und Komponisten Markus Rom“. Ich habe selten eine solche präzise Beschreibung gelesen, die so viel schon hervorsagt von dem, was bei dieser spektakulären Platte (Kassette, CD, Download) passiert. Es wird wird in- und übereinandergeloopt, was das Zeug hält – aber nicht nur. Da werden kleinere und größere Klangsteinchen aneinandergelegt und verwoben. Ein musikalisches Teppich-Domino-Spiel. Dabei werden immer wieder neue Farben und musikalische Genre-Bezüge zutage gefördert. Nicht immer alle mit der gleichen Dichtigkeit. Aber doch nie bloß egal. Er, Rom,

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Beyond /W Bernhardt. feat. The Micronaut + Meuroer Mandolinenorchester – Fire & Coal

Beyond /W Bernhardt. feat. The Micronaut + Meuroer Mandolinenorchester – Fire & Coal

Das Volkslied „Kein Feuer, keine Kohle“ ist sicher nicht eines der allerbekanntesten. Dabei gehört es zu den schönsten musikalischen Wundern, die sich eingegraben haben. Rechterhand zwei sehr hübsche Versionen aus dem Fundus von Spotify. Die erste Variante mit dem Rundfunk-Jugendchor Wernigerode. Eine zweite von Hannes Wader sollte nicht unerwähnt bleiben. Man muss da nämlich schon sehr tief suchen, wenn man das Stück in der Fassung mit dem Meuroer Mandolinenorchester finden möchte. Vielleicht ist auch besser, man sucht erst gar nicht. Die Komponistin bezeichnet es auch als abstrakte Interpretation des Volkslieds.

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