6. August 2020 nmz – HörBar – unbestechlich / unabhängig / phonokritisch
Franz Joseph Clement: Violinkonzerte – Contzen / WDR Sinfonieorchester / Goebel

Franz Joseph Clement: Violinkonzerte – Contzen / WDR Sinfonieorchester / Goebel

Teil 3 von 6 in Michael Kubes HörBar #013 – Beethoven und Co

Noch vor wenigen Jahren hätte kaum jemand geglaubt, dass es einmal ein Beethoven-Jahr geben könnte, in dem eine ganze CD-Reihe explizit nicht dem Titanen gewidmet wird, sondern seinen Zeitgenossen. 2020 ist aber alles anders. Und während die einen ihre gut bestückten Archive in Boxenform veröffentlichen, produziert beispielsweise Sony mit „Beethoven’s World“ eine Serie, bei der wohl jede Folge das Herz höher schlagen lassen wird. Eingespielt wurden dafür Werke, die mit Beethoven zwar etwas zu tun haben, nicht aber seinen Namen tragen. So sind es hier zwei Violinkonzerte von Franz Joseph

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Esa-Pekka Salonen: Cello Concerto (2017)

Esa-Pekka Salonen: Cello Concerto (2017)

Teil 1 von 7 in Michael Kubes HörBar #009 – 2020/01

Eine Ein-Werk-CD, die mit einer Spielzeit von 35 Minuten ziemlich kurz geraten ist. Das Cellokonzert von Esa-Pekka Salonen zieht wie der bunte Farbreigen eines Kaleidoskops vorüber (es handelt sich um den Mitschnitt der Uraufführung vom 8. Februar 2018): nachimpressionistisch der erste Satz, der zweite mit hörbaren Anleihen an Rautavaaras Cantus Arcticus (1972), und ein ethno-rhythmisch geprägtes Finale. Alles in allem bleibt die Partitur zu unverbindlich in der Aussage. Sie lebt vielmehr durch ihre Interpreten – und dies wohl am besten live im Konzertsaal. Esa-Pekka Salonen: Cello Concerto (2017) Yo-Yo Ma

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Incantations: Werke von Dorman und Rautavaara (2018)

Teil 6 von 7 in Michael Kubes HörBar #005 – 2019/05

Es hat Jahre, Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte gedauert, bis das Schlagwerk in seiner ganzen Vielfalt endlich auch solistisch wahrgenommen wurde. Mit steigender Aufmerksamkeit ist nun aber auch ein freundschaftlicher Wettbewerb ausgebrochen um die virtuosesten Solisten mit den spektakulärsten Passagen. In den Ring gestiegen ist auch Christoph Sietzen – hier mit zwei Konzerten von Avner Dorman (Frozen in Time, 2007) und Einojuhani Rautavaara (Incantations, 2008). Stilistisch im Bereich der Postmodene angesiedelt, machen es einem beide Werke im Prinzip leicht, mit dem Fuß oder noch mehr rhythmisch mitzugehen. Der vor dem

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