Fluxus & NeoFluxus / Stolen Symphony (Vol. 1)
Eine alles in allem runde Sache, vor allem als CD- oder Vinyl-Ausgabe, die natürlich massive Lücken lässt, wie sollte das auch anders sein. Sie lässt Lücken offen und füllt zugleich welche.
Weiterlesenzeitliche Eingrenzung: 1990 bis heute
Eine alles in allem runde Sache, vor allem als CD- oder Vinyl-Ausgabe, die natürlich massive Lücken lässt, wie sollte das auch anders sein. Sie lässt Lücken offen und füllt zugleich welche.
WeiterlesenFür mein Gefühl gelingt es Essl eine kompositorisch-poetische Balance für die Hörenden einzurichten, bei der objektivierbare Gestaltungsprinzipien auf erreichbares hörbares Nachvollzugsvermögen oder Hörbegleitfähigkeiten hin konzipiert sind. Man kann sich immer wieder hörend einklinken in die Musik …
Weiterlesen… Moss gliedert sich ein in diese da schon postmodern mäandernde Zeit ästhetischer Übersprungshandlungen, bei denen Grenzen und Identitäten fluide werden und der Avantgarde eine spielerische Dauerfrischluft zuführen. …
WeiterlesenMit diesem Album ist aus der multimedialen Performance «Little Big Horn» eine Reihe von Folies de Baryton (so der übergreifende Titel) entstanden. Und es sind nahezu durchgehend wirkliche «Verrücktheiten», die Arno Bornkamp hier nach umfänglicher Live-Erprobung eingespielt hat. Noch dazu handelt es sich um Solo-Kompositionen, die das viel zu selten in dieser Weise zu hörende Bariton-Saxophon in den Mittelpunkt rücken. Dabei war es gerade diese Stimmlage, in der einst Adolphe Sax sein neues Instrument verankerte; erst später etablierten sich Alt- und Tenorsaxophon in Konzert und Jazz, neuerlich wird das Sopransaxophon
Weiterlesen404. So lautet in diesem Fall die allumfassende Antwort, sucht man mit den auf der einschlägigen Seite bei Wikipedia angegebenen Links nach dem auch unter Kennern kaum bekannten englisch-schwedischen Komponisten Mark Adderley (1960). Um nicht missverstanden zu werden: Die «Hörbar» wird keinesfalls die Arbeit einer Booklet-Redaktion überprüfen – aber für die Angabe eines Entstehungsdatums wäre ich allein schon aus Gründen verlässlicher Metadaten dankbar. Dies gilt besonders, wenn es um komponierende Zeitgenossen geht, die offenbar einer eigenen Grammatik und Syntax folgen. Auf diesem Album des sehr rührigen norwegischen Labes LAWO spielt
WeiterlesenMarcus Weiss ist nicht nur ein hervorragender Virtuose auf dem Saxophon, sondern auch ein Vermittler neuer Musik. Den ausdrucksstarken und nicht allein technisch adäquaten Interpretationen stehen richtige wie auch griffige Formulierungen zur Seite, wenn Weiss (wie im Booklet-Interview) über seine Instrumente (Stimmlagen!) und das Repertoire spricht. Dort lernt man dann auch das Wort der «Saxofonkonzertlosigkeit» kennen – geboren aus dem ernüchternden Sachverhalt, aber auch aus dem Umstand, dass viele Kompositionen nach ihrer Uraufführung vollständig von der Bildfläche verschwinden. Umso wichtiger ist dieses Album mit insgesamt vier konzertanten Werken aus den
WeiterlesenWas für ein munteres Kaleidoskop! Das Fukio Quartet (mit Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon) setzt nach 15 Jahren des Bestehens mit seinem zweiten Album einen unüberhörbaren Akzent. Denn die vier Musiker sind vor allem als klanglich abgerundetes Ensembles wahrnehmbar. Und vielleicht sind sie damit auch Teil einer Entwicklung, aus der heraus sich das Saxophonquartett eines Tages als eigenständige Gattung etablieren wird. Zwar wächst das Repertoire (auch das konzertante mit Orchester), doch fehlt es vielfach noch an einem spezifischen Charakter, der die klanglich homogene Formation vom unangefochtenen Streichquartett signifikant unterscheidet. Manche
WeiterlesenDas Saxophon kann zwar auf eine lange, im Vergleich mit anderen Instrumenten aber doch nur kurze Geschichte zurückblicken. Zunächst für die Militärmusik erfunden, zog es zwar bald in die Kunstmusik ein. Und doch blieb es in all seinen Bauvarianten immer eine Art Sonderling im Orchester wie auch in der Kammermusik, während es aus dem Jazz nicht mehr wegzudenken ist. Vor diesem Hintergrund gilt es auch den Werkbestand zu bewerten: ein Repertoire, das sich erst im 20. Jahrhundert mit jeder Dekade zusehends erweiterte. Für ältere Epochen sind also Bearbeitungen oder Transkriptionen
WeiterlesenBereits der Titel ist berückend ehrlich: for all Ages. Dem steht auch der Kommentar des Komponisten Torben Enghoff (*1947) in nichts nach. Freimütig bekennt der angesehene Saxophonist, dass er gar nicht auf dem Klavier zuhause ist – und hier auch als schreibender Laie nur solche Stücke notierte, die er selbst spielen kann. Wer das selbst noch nicht ausprobiert hat, mag vielleicht lächeln. Wer es aber schon gewagt hat, weiß, wie schwierig es ist, «einfach» zu schreiben: beginnend von der Idee über die Ausformung bis hin zum fertigen und in sich
WeiterlesenDas Wunder einer zeitlosen Musik aus der Zukunft, die ihre Klangschatten in die Gegenwart projiziert. 12 Tracks, in denen man sich verliert, in denen man sich selbst zurücklassen darf, um neue Landschaften aus Hauch und Tröt zu erkunden. Eine höfliche Einladung dazu ist genau diese Musik des Trios.
WeiterlesenDas permanente Gefühl in einem alchemistischen Labor sich zu befinden, in dem es durchgehend blubbert und seltsame akustische Gerüche aufsteigen, lässt einen nicht los. Das Ergebnis: Für die einen Gold, für die anderen ist es Jazz-Por-Zell-An-Bruch etc.
WeiterlesenWer noch nie Musik von Arnulf Herrmann (*1968) gehört hat, wird hier mit Sicherheit verblüfft werden. Denn vom ersten Takt an bricht sich eine Sprache Bahn mit originellem Wortschatz und einer ganz eigenen musikalischen Grammatik. Keine unbestimmt wabernden flächigen Verläufe, sondern konkret greifbare motivische Gestalten, die zudem nicht bloß wiederholt, sondern auch kompositorisch «durchgeführt» werden – sich verändern, entwickeln, zurückkehren, neu ansetzen. Sie deuten und unterstreichen in den Gesängen am offenen Fenster (2014) die sich aus Worten und Silben konstituierenden Verse von Händl Klaus – vokal und instrumental geformt aus
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