30. November 2020 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Uri Caine: Diabelli Variations after Ludwig van Beethoven

Uri Caine: Diabelli Variations after Ludwig van Beethoven

Teil 6 von 6 in Michael Kubes HörBar #013 – Beethoven & Co.

Erstmals im Jahr 2002 erschienen, ist diese Wiederveröffentlichung nicht überflüssig, sondern notwendig! Kann man bei den Diabelli-Variationen Beethoven einmal mehr als Revolutionär erleben, der sich keinesfalls an Vorgaben halten wollte (verlegerische wie gattungsspezifische), so wird hier in der Bearbeitung, dem Arrangement und der Improvisation durch und von Uri Caine das Potenzial der Komposition noch einmal gänzlich neu entfaltet. Schon bei der Vorstellung des Themas wird mit wenigen metrischen Stauchungen klar, wohin die Reise gehen wird. Zwar ist das Alla Marcia seinem Charakter vollkommen entsprechend noch dem Orchester zugewiesen, in der

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Symphonies de Salon: Reicha & Beethoven – Le Concert de la Loge

Symphonies de Salon: Reicha & Beethoven – Le Concert de la Loge

Teil 5 von 6 in Michael Kubes HörBar #013 – Beethoven & Co.

Ebenfalls vor 250 Jahren geboren, steht Anton Reicha noch immer im Schatten seines Kollegen und Freundes Beethoven. Dabei sollte seine Musik eigentlich schon lange kein Geheimtipp mehr sein. Vor allem seine Kompositionen für ein größer besetztes Kammerensemble lohnen noch immer eine Entdeckung, die mit schönen Farben und wundervollen Klängen belohnt wird. Hier nun ist es ein Werk aus dem Jahre 1827, merkwürdig betitelt mit Grande Symphonie de salon und tatsächlich mit Blick auf den Gattungsrahmen irgendwo im Nirgendwo zu verorten (außer bei Reicha selbst, wie man stilistisch sofort gewahr wird).

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Beethoven: Sinfonie Nr. 6 / Knecht: Le Portrait musical de la nature – Akademie für Alte Musik Berlin / Forck

Beethoven: Sinfonie Nr. 6 / Knecht: Le Portrait musical de la nature – Akademie für Alte Musik Berlin / Forck

Teil 4 von 6 in Michael Kubes HörBar #013 – Beethoven & Co.

Dass Beethoven als Komponist in seiner Zeit wirklich nicht alleine stand, dass sein Œuvre auch mehr zu bieten hat als die bis heute immer wieder gespielten Werke, das zeigt das Label harmonia mundi mit seiner auf lange Sicht angelegten Serie „2020 / 2027“, die Bekanntes mit Unbekanntem kombiniert und jenem auch Zeitgenössisches verknüpfend an die Seite stellt. In diesem Fall ist es Beethovens „Pastorale“, der auch chronologisch das fünfsätzige Portrait musical de la nature von Justin Heinrich Knecht (1752–1817) vorausgeht. Eine Kombination, die nicht nur einleuchtet, sondern gleichermaßen Verbindendes wie

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Franz Joseph Clement: Violinkonzerte – Contzen / WDR Sinfonieorchester / Goebel

Franz Joseph Clement: Violinkonzerte – Contzen / WDR Sinfonieorchester / Goebel

Teil 3 von 6 in Michael Kubes HörBar #013 – Beethoven & Co.

Noch vor wenigen Jahren hätte kaum jemand geglaubt, dass es einmal ein Beethoven-Jahr geben könnte, in dem eine ganze CD-Reihe explizit nicht dem Titanen gewidmet wird, sondern seinen Zeitgenossen. 2020 ist aber alles anders. Und während die einen ihre gut bestückten Archive in Boxenform veröffentlichen, produziert beispielsweise Sony mit „Beethoven’s World“ eine Serie, bei der wohl jede Folge das Herz höher schlagen lassen wird. Eingespielt wurden dafür Werke, die mit Beethoven zwar etwas zu tun haben, nicht aber seinen Namen tragen. So sind es hier zwei Violinkonzerte von Franz Joseph

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Kaleidoscope. Beethoven Transcriptions – Mai Kodama (Klavier)

Kaleidoscope. Beethoven Transcriptions – Mai Kodama (Klavier)

Teil 2 von 6 in Michael Kubes HörBar #013 – Beethoven & Co.

Unter dem etwas beliebigen Motto „Kaleidoscope“ hat Mai Kodama Klaviertranskriptionen aus dem 19. Jahrhundert versammelt, die im ersten Moment überraschen: Denn neben Saint-Saëns sind auch Balakirev und Mussorgsky mit jeweils zwei Sätzen aus Beethoven’schen Streichquartetten vertreten (op. 59/1 und op. 18/6, ferner op. 59/2 und op. 130, schließlich op. 135). Doch die namhaften Arrangeure treten nicht hinter ihren Bearbeitungen hervor, handelt es sich doch lediglich um sehr enge, direkte Übertragungen auf das Klavier. Beethoven hingegen zeigte mit seiner eigenen Mozart-Bearbeitung (Finale aus KV 591), wie man richtigerweise für das Klavier

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Beethoven: Piano Concertos – Brautigam (Fortepiano) / Kölner Akademie / Willens

Beethoven: Piano Concertos – Brautigam (Fortepiano) / Kölner Akademie / Willens

Teil 1 von 6 in Michael Kubes HörBar #013 – Beethoven & Co.

Nachdem sich Ronald Brautigam bereits mit Beethovens Sonaten, Variationen und Bagatellen auseinandergesetzt hatte, war es nur noch eine Frage der Zeit, wann und mit welchem Orchester die Klavierkonzerte folgen würden. Nun also sind sie pünktlich zum Jahr 2020 erschienen – und wie bei dem schwedischen Label BIS üblich, ist es eine herausragende Einspielung mit kräftigem Understatement geworden. Da gibt es keine Pressekonferenzen, keine breit angelegte Promotion. Selbst das eigentliche Produkt ist im ecopak aus Pappe unscheinbar: keine knalligen Farben, kein Heroenstatus – und alles auf nur zwei CDs gebannt. Brautigam

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