Stolen Music – Linus Piano Trio

Stolen Music – Linus Piano Trio

Leicht hat es sich das Linus Piano Trio mit diesem Album nicht gemacht. Die geht auch als dem eigenen Booklet-Essay hervor mit Reflexionen zum Verhältnis von Original und Bearbeitung sowie Überlegungen zur Veränderung von Besetzungen. Dabei erstaunt, dass jede nachrückende jüngere Generation immer wieder dieselben Entdeckungen macht: In diesem Fall ist es die aus dem Jahre 1932 stammende, von Eduard Steuermann angefertigte Bearbeitung von Schönbergs Verklärter Nacht, bei der aus einem Streichsextett ein Klaviertrio wurde. Sie lag allerdings schon bei Gründung des Linus Piano Trio (2007) in mehreren, exponierten Einspielungen

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Reinventions – Orchestra di Padova

Reinventions – Orchestra di Padova

Obwohl bereits 2022 aufgenommen, erscheint dieses Album nun pünktlich zum 100. Geburtstag von Hans Werner Henze (1926–2012). In den drei Werken mag man auf den ersten Blick vielleicht Marginales sehen. Doch zeigen die Partituren nach Werken von Giovanni Battista Vitali, Wolfgang Amadeus Mozart und Carl Philipp Emanuel Bach eine Seite von Henze, die allzu leicht übersehen wird – seine Liebe zur «Alten Musik». Was hier unter dem Motto Reinventions zusammengefasst wurde, folgt allerdings unterschiedlichen kompositorischen Strategien: Mozarts Orgelsonaten wurden in eine zyklische Folge gebracht und neu instrumentiert, CPE Bachs Chromatische

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Song Transcriptions – Rudolf Buchbinder

Song Transcriptions – Rudolf Buchbinder

Ein Album, das an die guten alten Zeiten bei der Deutschen Grammophon erinnert, als nicht nur die Standards des Repertoires und absehbare Kassen-Knüller produziert wurden, sondern auch manch abseits des Weges liegendes Werk. Nachdem Rudolf Buchbinder bereits Beethovens Diabelli-Variationen eingespielt und nochmals erweitert hat, sind es nun die vier Hefte mit Transkriptionen, die Max Reger von Brahms-Liedern angefertigt hat. Eigentlich eine Gelegenheitsarbeit aus den Jahren 1905/06 und 1912, mit der Reger allerdings eine ganz andere Form der Virtuosität aufzeigen wollte – nämlich die Kunst, am Klavier instrumental zu singen, wie

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Tristan und Isolde – Solistenensemble D’Accord

Tristan und Isolde – Solistenensemble D’Accord

Wagner ohne Worte. Diese Idee wurde bereits in mehreren Arrangements beim Ring umgesetzt. Dort sind es die sinfonischen Höhepunkte, die die vier langen Abende auf eine Stunde schrumpfen lassen. Das vorliegende Album setzt den Effekten eine Paraphrase über Tristan und Isolde entgegen – intim und kammermusikalisch. Gleichzeitig wird deutlich: Wenn Partituren gut arrangiert sind, tragen sie auch rein instrumental. Das Wehen und Weben der unendlichen Melodien erscheint darin sogar noch konzentrierter und klarer in der Struktur. Und noch eines wird bei dieser Paraphrase deutlich: Wie nah Schönbergs Verklärte Nacht Wagners

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New Mozart Vol. 2 – Reinhard Goebel

New Mozart Vol. 2 – Reinhard Goebel

Unter dem Begriff «Arrangement» lassen sich viele unterschiedliche Methoden der Bearbeitung subsumieren, so dass auch etwas zusammenkommen kann, das nicht unbedingt zusammen gehört. Instrumentation, Paraphrase, Transkription und Reduktion – sowie hie und da einmal eine «Re-Invention». Es sollte daher immer auf das Detail geschaut werden, um sicher zu sein, was in der Partitur wirklich passiert: ob etwas gewonnen wird oder doch das Original substanziellen Verlust erleidet. Sicher ist nur, dass jedes, wirklich jedes Arrangement einen näher an das Original heranführt – nicht wenn man sich zurücklehnt, sondern wenn man das

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