10. August 2020 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Kaleidoscope. Beethoven Transcriptions – Mai Kodama (Klavier)

Kaleidoscope. Beethoven Transcriptions – Mai Kodama (Klavier)

Teil 2 von 6 in Michael Kubes HörBar #013 – Beethoven & Co.

Unter dem etwas beliebigen Motto „Kaleidoscope“ hat Mai Kodama Klaviertranskriptionen aus dem 19. Jahrhundert versammelt, die im ersten Moment überraschen: Denn neben Saint-Saëns sind auch Balakirev und Mussorgsky mit jeweils zwei Sätzen aus Beethoven’schen Streichquartetten vertreten (op. 59/1 und op. 18/6, ferner op. 59/2 und op. 130, schließlich op. 135). Doch die namhaften Arrangeure treten nicht hinter ihren Bearbeitungen hervor, handelt es sich doch lediglich um sehr enge, direkte Übertragungen auf das Klavier. Beethoven hingegen zeigte mit seiner eigenen Mozart-Bearbeitung (Finale aus KV 591), wie man richtigerweise für das Klavier

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Freimaurermusik: Vocal Concert Dresden, Peter Kopp

Freimaurermusik: Vocal Concert Dresden, Peter Kopp

Teil 1 von 7 in Michael Kubes HörBar #010 – Etüden & mehr

Keine Kantate und auch keine Maurerische Trauermusik. Das Repertoire dieser CD schaut tiefer in die Freimaurerlogen hinein – in den gedanklichen Überbau, in den musikalischen Alltag. Es handelt sich dabei vornehmlich um klavierbegleitete Lieder mit einem Chorrefrain in der für dieses Genre am Ende des 18. Jahrhunderts prägenden kantablen Klarheit. Sowohl die Texte wie auch die mehrheitlich von Johann Gottlieb Naumann und Joseph Augustin Gürrlich gesetzten Nummern geben einen guten Einblick in die „geheimen“ Zirkel jener Zeit (hier vor allem zwischen Berlin und Dresden). Bemerkenswert: vier verschiedene Vertonungen von Schillers

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Wolfgang Amadeus Mozart: Le Testament Symphonique – Le Concert des Nations, Jordi Savall

Teil 2 von 7 in Michael Kubes HörBar #008 – 2019/09

Mozarts später Sinfonien-Trias nimmt sich Jordi Savall in gewohnt enzyklopädischer Weise an: mit einem dicken mehrsprachigen Booklet, aber auch auf einer Doppel-CD, die den Bezug der Werke untereinander herstellen soll. Die doppelte Abbildung von KV 550 ermöglicht es, einmal die Sinfonien in Es-Dur und g-Moll, ein anderes Mal die in g-Moll und C-Dur unmittelbar aufeinander folgend zu hören (wenn man nicht ohnehin eine kleine Pause machen möchte). Warum dies aber mit derselben Einspielung geschieht, bliebt ein Rätsel; jedenfalls hätte sich bei einer solchen Disposition die Produktion beider „Fassungen“ geradezu angeboten

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Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert G-Dur KV 453 – Dmitri Schostakowitsch: Konzert für Klavier, Trompete und Streicher op. 35 (2016)

Teil 5 von 7 in Michael Kubes HörBar #005 – 2019/05

Ein Live-Mitschnitt, bei dem klanglich vor allem der Pianist zu Wort kommt. Auf­führungspraktisch bemerkenswert, dass Evgeni Bozhanov beim Mozart-Konzert auch im Tutti mitgeht. Gleichwohl bleibt die Produktion auch in ihren Paratexten zwiespältig: Hannes Läubin als sekundierender Solist findet nur auf dem Back­cover (deutsch) Erwähnung, nicht jedoch auf dem international (englisch) ausgerichteten Cover. Seltsam. Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert G-Dur KV 453 – Dmitri Schostakowitsch: Konzert für Klavier, Trompete und Streicher op. 35. Evgeni Bozhanov (Klavier), Hannes Läubin (Trompete), Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, Radoslaw Szulic. Profil PH 17086 (2016) Klicken

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