9. August 2022 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach

Wohl selten nur hat eine Edition die Gegenwart der jüngsten Vergangenheit so eindrücklich dokumentiert. Hier ist es jenes Konzert zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens, das am 12. Februar 2021 mitgeschnitten wurde, ohne Auditorium über die Bühne der Semperoper ging, dann aber doch erst am 7. Januar 2022 auf CD erschien. Wir werden sicherlich noch etwas länger mit den Nachwehen solcher Lockdown-Produktionen zu tun haben. Es ist aber schon erstaunlich, wie weit diese Zeit bereits jetzt zurückzuliegen scheint. Jedenfalls mutet die Einspielung nach nur 16 Monaten beinahe historisch an: vom

Teil 2 von 5 in Michael Kubes HörBar #060 – Kantaten
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Robert Schumann: Sinfonie Nr. 2 und Nr. 4 – Antwerp Symphony Orchestra, Philippe Herreweghe

Robert Schumann: Sinfonie Nr. 2 und Nr. 4 – Antwerp Symphony Orchestra, Philippe Herreweghe

Erfrischend, markant, durchsichtig und poetisch zugleich. Wer schon immer mit Schumanns Instrumentation gehadert hat, der möge sich mit dieser Einspielung vertraut machen. Dabei wurde nicht an der Besetzung der Streicher gespart (12-12-8-6-5), vielmehr liegt einmal mehr das Geheimnis in der klanglichen Balance und einem ausgewogenen Tempo (wie im Scherzo der Zweiten). Auch die Vierte verliert unter der Stabführung von Philippe Herreweghe viel von ihrer oft zu hörenden Statik. So entschlackt – das geht noch immer! – rückt Schumann übrigens auch näher an Beethoven (9.) heran als an Brahms (1.), was

Teil 5 von 6 in Michael Kubes HörBar #012 – Sinfonisches
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