3. März 2026 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Bruton & Doell – a root or mirror, blossom, madder, cracks; together

Bruton & Doell – a root or mirror, blossom, madder, cracks; together

Ein bisschen sperrig ist der Titel dieser Schallplatte mit zwei Kompositionen der kanadischen Komponist:innen Rebecca Bruton und Jason Doell, deren Besetzung kammermusikalisch ist und durch das Streichquartett (Quatuor Bozzini) und ein sechshändiges Klavier (junctQín keyboard collective) gebildet wird. Das Ergebnis ist frappiernd beglückend anstrengend.

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Costin Miereanu – Poly-Art Recordings 1976-1982

Costin Miereanu – Poly-Art Recordings 1976-1982

ES SIND DIE 70ER-JAHRE! Costin Miereanu mit seiner Art der elektronischen Musik eher an Seitenflügel der Popularmusik wie von Tangerine Dream, Pink Floyd, Jean-Michel Jarre, Michael Rother, Dieter Moebius, Hans-Joachim Roedelius, Brian Eno (nicht so sehr Kraftwerk) an und verbindet sich eher mit Terry Riley als Iannis Xenakis.

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Xenia Pestova Bennett / Annea Lockwood: The Piano Works

Annea Lockwood – The Piano Works

«Ear-Walking Woman»: Herausgekommen ist eine Musik, die anscheinend völlig losgelöst ist von den ebenso typischen traditionellen Modellen der formalen Gliederung, sondern die dem nachhorcht, was sie jeweils aus dem gerade Entstehenden antreibt. Aber es handelt sich gleichwohl um Kompositionen, nicht um ein frei flottierendes Spiel aus und mit Improvisationselementen.

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Mēla Guitar Quartet

Mēla Guitar Quartet

Anthony Burgess (1917–1993) – ein Komponist? Wer hätte gedacht, dass sich der bekannte britische Schriftsteller auch als versierter Tonsetzer betätigte! Dabei war er in jungen Jahren nicht zum Studium der Musik zugelassen worden, sondern inskribierte sich in Manchester für englische Literatur. Die folgenden Jahre während und nach dem Zweiten Weltkrieg waren Wanderjahre mit Stationen in Gibraltar, Malaysia und Brunai. Mit mehr als 60 Büchern schuf Burgess ein ebenso umfangreiches wie breites literarisches Werk, wohlhabend wurde er jedoch erst durch A Clockwork Orange (1962), das von Stanley Kubrick verfilmt wurde. Um

This entry is part 4 of 4 in the series HörBar #161 – Gitarre(n)
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forgotten word

forgotten word

Valentin Silvestrov (*1937) verfolgt seit Jahrzehnten eine ganz eigene Ästhetik, die zunächst die einstige Avantgarde schockierte, die heute aber mit ihrer neoromantischen Attitüde äußerst aktuell anmutet und als zeitgenössisch verstanden wird. Dazwischen liegt ein halbes Jahrhundert, in dem kulturell wie politisch viel, sehr viel geschehen ist. Die alten Kämpfe müssen nun nicht neu entfacht werden – zumal Silvestrovs Sprache und Grammatik in sich konsistent sind und darüber hinaus für andere stilbildend wirkten. Und dennoch verblüfft es immer wieder, wie Silvestrov an Schumann etc. anknüpft, manches fortschreibt, anderes neu gestaltet. Davon

This entry is part 2 of 5 in the series HörBar #160 – forgotten music
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Orgel + Trompete

Orgel + Trompete

Die Kombination aus Orgel und einem weiteren (Melodie-) Instrument ist seit Jahren und Jahrzehnten weit verbreitet – auch wenn es für einige «Mixturen» akustisch durchaus heikel werden kann. Für Streicher etwa stellt sich die entscheidende Frage nach der Tragfähigkeit im Raum (wobei dann Größe und Nachhall eine wichtige Rolle spielen), während sich Blechbläser in dieser Hinsicht keine Sorgen machen müssen. So zählt das Duo aus Orgel und Trompete sicherlich zu den Publikums-Favoriten – und dies vor allem, wenn «festliche Musik des Barock» auf dem Programm steht. Wie anders ist dieses

This entry is part 1 of 5 in the series HörBar #159 – Orgel plus
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