24. Juli 2021 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
XIII – Quatuor Ardeo

XIII – Quatuor Ardeo

Teil 4 von 5 in Michael Kubes HörBar #026 – Streichquartette

Mancher mag auf den ersten Blick von einem gelungenen „Konzept-Album“ sprechen. Dem ist allerdings entschieden zu widersprechen; denn das Quatuor Ardeo („ich brenne“) eifert hier nicht einer hippen Idee nach, sondern steigt dank einer gelungenen Programmdramaturgie in die Tiefen der Musik. Mit dem so kargen wie rätselhaften Titel „XIII“ (13) verknüpfen die vier Musikerinnen die eingespielten Werke in einer artifiziellen, doch höchst instruktiven Zahlenmystik: Im Zentrum steht Black Angels von George Crumb – ein noch immer radikales Werk, das die ästhetischen Rahmenbedingungen des Streichquartetts nicht über den Haufen wirft, sondern

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London. Une histore de la musique de chambre londonienne Vol. 1

London. Une histore de la musique de chambre londonienne Vol. 1

Teil 6 von 7 in Michael Kubes HörBar #009 – 2020/01

Der Titel liest sich ein wenig sperrig und enzyklopädisch. Davon ist aber bei der lebendigen Produktion nichts zu spüren. Im Gegenteil: Spielfreudig und ohne manierierte Attitüde ist etwas von dem Geist einer Zeit zu spüren, in der sich nicht nur das Bürgertum, sondern auch die Musiker zunehmend von den Fürstenhöfen emanzipierten. Werke u.a. von Godfrey Finger, Henry und Daniel Purcell stehen auf dem Programm – interpretiert mit einem eher französischen als kantig italienischen Goût. Die Einführung von Florence Bolton ist lesenswert. London. Une histore de la musique de chambre londonienne

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