4. April 2025 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Josef Schelb

Josef Schelb

Die Musik des Komponisten Josef Schelb (1894–1977) dürfte bisher den wenigsten überhaupt einmal begegnet sein. Kaum etwas aus seinem umfangreichen Œuvre liegt eingespielt vor – dabei ist sein Schaffen mit Opern, Balletten, nicht weniger als 11 Sinfonien, weiteren Kompositionen für Orchester, Kammer- und Klaviermusik sehr breit aufgestellt. Noch dazu hat Schelb eine sehr eigene musikalische Sprache entwickelt, die sich fast jeder Schubladisierung entzieht – was ihn wirklich interessant macht: Sie verfügt über eine gewisse französische Farbigkeit wie auch über eine polyphone Führung der Stimmen. Harmonisch frei, bleibt Schelb gleichwohl der

Teil 1 von 5 in Michael Kubes HörBar #059 – Klavierkammermusik
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Eloïse Bella Kohn

Eloïse Bella Kohn

Große Werke fordern Konzentration. Und so ist es wohl auch kein Wunder, dass als Ergebnis von Lockdown und Konzertpause bei einigen Pianisten und Pianistinnen der Wunsch Realität wurde, sich grundsätzlich einmal mit Bachs «Opus summum», der Kunst der Fuge BWV 1080, gedanklich wie interpretatorisch auseinander zu setzen – einem Werk freilich voller Rätsel: angefangen bei der Frage der Abfolge der mit «Contrapunctus» überschriebenen Sätze und der ergänzenden Canones, endend mit dem Geheimnis um die Quadrupel-Fuge (zugespitzt formuliert: ob Bach sie doch schon vollendet hatte oder über ihr tragisch verschied). Aufführungspraktisch

Teil 1 von 5 in Michael Kubes HörBar #056 – Kunst der Fuge
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