
In ansteigender Besetzung angeordnet (und damit enzyklopädisch gedacht) handelt es sich bei den Concerten sehr wahrscheinlich um ein «best of» aus der von Schop für die Hamburger Hauptkirchen komponierten Figuralmusik – und man kann sich gut vorstellen, was alles die Zeiten nicht überdauert hat (selbst die Druckausgabe von 1644 ist nur in einem einzigen vollständigen und drei unvollständigen Exemplaren überliefert). Für das Album wurden nur acht der insgesamt 30 Werke aufgenommen, dreimal interpoliert durch instrumentale Tanzsätze. Gewonnen ist damit leider wenig (ich wünsche mir immer gerne vollständige Einspielungen, aus denen man dann selbst seine Favoriten wählen kann). Aber das Ensemble Ælbgut sowie die Hamburger Ratsmusik unter Simone Eckert nehmen sich der Sätze mit vorzüglicher Klarheit, Textverständlichkeit und einer wie selbstverständlich erscheinenden Ausdruckstiefe im Geflecht des Wort-Ton-Verhältnisses an.
Johann Schop. Geistliche Konzerte aus: Erster Theil geistlicher Concerten (1643)
Alleluja, lobet den Herrn; Jauchzet dem Herrn; Lobe den Herren, meine Seele; Allmand à 5; Courandt à 5; Meine Seele erhebet den Herren; Vom Himmel hoch; Pavaen de Spanje; Gott sei gelobet und gebenedeit; Durch Adams Fall; Intrada in a à 5; Lob und Preis sei dir, o Herre
Ælbgut, Hamburger Ratsmusik, Simone Eckert
cpo 555 703-2 (2024)
