23. Oktober 2026 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Johann Schop

Johann Schop

Schütz, Schein, Scheidt – und Johann Schop. Nur wer sich im alten evangelischen Gesangbuch auskennt oder sich intensiv mit der Hamburgischen Musikgeschichte nach 1620 beschäftigt hat, wird den damaligen Leiter der Ratsmusik dem Namen nach kennen. Zu seiner Zeit indes galt Johann Schop (1590–1667) als herausragender Virtuose auf der Violine und nahm 1633 in Schütz’ Schatten an der legendären Prinzenhochzeit in Kopenhagen teil. Zu dieser Zeit publizierte er auch zwei Bände mit Paduanen, Galliarden, Allemanden, Balletten, Couranten und Canzonen; 1644 folgte ein Erster Theil geistlicher Concerten – ein offenbar angedachter

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Telemann – 1721

Telemann – 1721

Ob es früher den Menschen auch so erging, dass sie beim Schreiben des Datums eine Zeit lang aus Gewohnheit noch am alten Jahr festhielten? Jedenfalls handelt es sich beim «Anno Domini» nicht um irgendeine Zählung, sondern seit der Verschriftlichung auch des Alltags um Anhaltspunkte, Marksteine oder gar Einschnitte. Und häufiger als man vielleicht vermutet, dienen solche Jahreszahlen auch als Motto für ein Album – auch wenn die Kontexte oftmals unterschiedlich sind. Der 21. September 1721 war jedenfalls nicht nur für Hamburg, sondern auf sehr lange Sicht hin auch musikgeschichtlich ein

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