Josef Schelb

Josef Schelb

Sein Name war in Karlsruhe und Baden-Baden bekannt, inzwischen aber gehört Josef Schelb (1894-1977) zu den großen Unbekannten seiner Generation – einer Generation, die in doppelter Weise von den beiden Weltkriegen und den damit verbundenen Ab- und Aufbrüchen geprägt war. Schelb, der seit 1924 eine Professur für Klavier an der Musikhochschule Karlsruhe inne hatte, ging 1933 nicht ins Exil, biederte sich aber offenbar auch nicht an. Nach 1945 ging er einen eigenen Weg zwischen einem romantisch angehauchten Neoklassizismus und einer eigenen Lesart des Expressionismus. Seine Partituren teilen das Schicksal mit

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Johann Schop

Johann Schop

Schütz, Schein, Scheidt – und Johann Schop. Nur wer sich im alten evangelischen Gesangbuch auskennt oder sich intensiv mit der Hamburgischen Musikgeschichte nach 1620 beschäftigt hat, wird den damaligen Leiter der Ratsmusik dem Namen nach kennen. Zu seiner Zeit indes galt Johann Schop (1590–1667) als herausragender Virtuose auf der Violine und nahm 1633 in Schütz’ Schatten an der legendären Prinzenhochzeit in Kopenhagen teil. Zu dieser Zeit publizierte er auch zwei Bände mit Paduanen, Galliarden, Allemanden, Balletten, Couranten und Canzonen; 1644 folgte ein Erster Theil geistlicher Concerten – ein offenbar angedachter

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Joachim Schweppe

Joachim Schweppe

Ein Komponist vollkommen unter dem Radar. Denn wer kennt schon Joachim Schweppe (1926–1999)? In Kiel geboren, in Hamburg aufgewachsen. Schon vor dem WK2 hatte er sich der Musik verschrieben, danach mit einem Studium. In Hamburg gehörte zur weithin unbekannten Gruppe «Steinhagenhaus», es folgte eine Ausbildung zum Kirchenmusiker und das sichere «Abtauchen» im allsonntäglichen Gemeindedienst in Wandsbek, als die gleichaltrige Avantgarde an den Grundfesten der Musik rüttelte. Umso bemerkenswerter ist die Neuentdeckung seines Schaffens (der Begriff «Wiederentdeckung» verbietet sich). Und es stellt sich die Frage, wie ein so profunder Komponist in

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Collection Schumann

Collection Schumann

Ein doppeltes Schumann-Album in einer Reihe der «diversen» Namen? Tatsächlich ist das durchaus gerechtfertigt, blickt man auf die hier eingespielten Werke. Abgesehen von den Fantasiestücken op. 73 und den Stücken für Klaviertrio op. 88 handelt es sich durchweg um nahezu unbekannte Werke, die hier in einem in sich geschlossenen Kontext erklingen. Fantasiestücke, Märchenbilder und Märchenerzählungen, Romanzen und Stücke im Volkston – sie bilden in Schumanns fortgeschrittenen Jahren eine kleine Folge von Charakterstücken mit einem meist gedecktem Tonfall. Dazu trägt auch die jeweilige Besetzung bei mit Klarinette (op. 73), Oboe (op.

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Johann Christian Schickhardt

Johann Christian Schickhardt

Schütz, Schein, Scheidt – Schubert, Schumann, Schönberg. Große Namen, die mit einem «Sch» beginnen, gab es in jeder Epoche. Es sind aber oftmals die so genannten «kleinen Meister», die mit ihren Werken die Musikgeschichte farbig gestalten – wie auch «große Meister» mit so manch unbekannter Komposition etwas Wunderbares neben dem breiten Weg schufen. Dass die Unbekannten gleichwohl Herausragendes schufen, zeigen bereits die sechs Sonaten für zwei Blockflöten, Oboe und Basso continuo von Johann Christian Schickhardt (1680-1762). Den Freuden der alten Editions-Reihe Hortus Musicus dürfte der Name noch sehr geläufig sein.

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