26. Oktober 2021 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch

Martin Vatter: Homeland (2018)

Martin Vatter: Homeland (2018)
Martin Vatter: Homeland (2018)

Vorweg: Klangtechnisch ist diese Aufnahmesession des Pianisten Martin Vatter bis ins Verklingen der Pianos bis in den letzten Nachhall superb abgemischt und aufgenommen. Selbst wer die ästhetische Haltung hinter den Stücken nicht mag, darf sich anhören, was Tontechnik vermag. Aufgenommen im „legendären“ MPS-Studio Villingen.

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Musikalisch bietet Martin Vatter total solide Klangkunst in postromantischer Jazzlage. Das ist süffig, das fließt ohne anzuecken, was ja auch an sich kein ästhetisches Kriterium wäre. Die musikalischen Überraschungen innerhalb der Tracks sind eher filigraner Art. Man muss da sich selbst eben zwischen den Wohllaut schieben und zwischen der reinen Schönheit noch Schöneres zu sich klingen lassen.

Ich gebe zu, ich bin da vollkommen zwiegespalten. Lasse ich mich mitnehmen wie an einer musikalischen Hand freundlich gezogen, oder lasse ich mich da einlullen. Mir gefällt das sehr. Vatter bekommt immer noch die Kurve im Trümmerfeld traditioneller Moll-Seligkeit. Aber so ist doch nun mal das Leben. Es kann nicht immer alles eitel Dissonanz sein! Und Vatters Hingabe wirkt nie auf den Markt hin berechnend.


Martin Vatter: Homeland (2019)
Martin Vatter, piano
www.martin-vatter.de

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