24. September 2026 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Berlin! Berlin! Berlin!

Berlin! Berlin! Berlin!

Ein Album, das auf den ersten und zweiten Blick verstört. Denn wo man hierzulande um jede Stimme kämpft (es sind ja eigentlich sogar die Menschen selbst, die man vor größerem Unglück bewahren möchte), wird mit dem Cover in Gestaltung, Farbe und Schrift an eine reichlich dunkle Zeit erinnert. Und ja: Viele der hier eingespielten Schlager von einst stehen (wie der Untertitel es sagt) für ein Leben zwischen Kabarett und Exil – aber eben auch für das Glück jener, die flohen und überlebten. Dramaturgisch ist es eine Art Niemandsland (bestenfalls) –

This entry is part 4 of 4 in the series HörBar #194 – Berliner Luft
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Irgendwo auf der Welt / Pia Davila

Irgendwo auf der Welt / Pia Davila

Ein wenig Filmschlager-Melancholie macht sich breit mit «Irgendwo auf der Welt gibt’s ein kleines bisschen Glück» aus dem Jahre 1933 – ein tiefer Seufzer, der noch heute aktuell wirkt und vermutlich daher auch für das Album titelgebend wurde. Mit insgesamt 28 Songs und Liedern deckt es ein breites Spektrum ab, vor allem mit Musik von Komponist:innen, die nach den 1933 einsetzenden politisch, kulturell oder «rassisch» motivierten Säuberungen verfolgt, wenn nicht gar in einem der Vernichtungslager ermordet wurden. Und so steht neben der Heiterkeit so mancher Nummer auch ein gewichtiger Schatten

This entry is part 3 of 5 in the series HörBar #121 – Lied 20. Jahrhundert
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