
Irgendwie passt das Cover auch zu der einen hier eingespielten Originalkomposition und den von Ottorino Respighi (1879–1936) eigenhändig angefertigten Bearbeitungen eigener Werke. Die bereits 2016 erfolgte Einspielung (sie wurde erst 2020 veröffentlicht) liegt damit im anhaltenden Trend, nicht nur die sinfonischen Originale zum Klingen zu bringen (was aus verschiedenen Gründen immer seltener geschieht), sondern auch die Arrangements des 19. und frühen 20. Jahrhunderts als vielfach eigenständige Fassungen wahrzunehmen. Genau so sah Respighi selbst auch seine Einrichtung der beiden römischen Tondichtungen Pini di Roma und Fontane di Roma, die er aus freien Stücken seinem Verleger anbot. Tatsächlich machen sie noch einmal ganz andere Aspekte der Partituren deutlich (ohne die Instrumentation eher die inneren Bezüge), wie auch die für Klavier zu vier Händen eingerichteten Suiten der Antiche Danze ed Arie, die im Arrangement überraschenderweise älter klingen. Das liegt aber auch an der gelungenen Interpretation von Francesco Caramiello und Gabriele Baldocci. Gespielt wird dabei auf einem Bechstein-Flügel, der Brillanz und einen runden Klang in der Tiefe veeint. Eine interessante Produktion.
Ottorino Respighi. Le opere per pianoforte a quattro mani
Pini di Roma; Antiche Danze ed Arie per Liuto (Suite Nr. 1); Sei Piccoli Pezzi; Antiche Danze ed Arie per Liuto (Suite Nr. 2); Fontane di Roma;
Gabriele Baldocci, Francesco Caramiello
Tactus TC 871804 (2016)
