Döring: And other strange songs from the remote planets
Musik auf einem einzigartigen, elektrifizierten Harmonium: Herausgekommen ist für mein Gefühl eine relativ spezielle Klangknete und so das Mysterium des Geheimnisvollen beschwört.
WeiterlesenMusik auf einem einzigartigen, elektrifizierten Harmonium: Herausgekommen ist für mein Gefühl eine relativ spezielle Klangknete und so das Mysterium des Geheimnisvollen beschwört.
WeiterlesenBarre und Kurtág jr. begeben sich auf Klangspurensuche mit den Mitteln von Electronics und einem traditionellen akustischen Kontrabass. Dabei geht es drunter und drunterer. Ein filigranes Gespinst aus Klängen formulieren sie in Echtzeit, so ziellos wie bestimmt und konzentriert. Da geht die erklingende Musik verloren im Ungewissen, was toll ist.
WeiterlesenFür mein Gefühl gelingt es Essl eine kompositorisch-poetische Balance für die Hörenden einzurichten, bei der objektivierbare Gestaltungsprinzipien auf erreichbares hörbares Nachvollzugsvermögen oder Hörbegleitfähigkeiten hin konzipiert sind. Man kann sich immer wieder hörend einklinken in die Musik …
Weiterlesen… Bulaks Kunst liegt dabei in dem Aufbau der Details der Klanggestaltung, bei der sich hinter Türen weitere Türen öffnen … . Wer dies tut, wird immer wieder Neues entdecken, bzw. sich von den Klängen entdecken lassen. …
WeiterlesenOhne Zweifel. Diese Produktion gehört zu den interessantesten mit vier Händen und zwanzig Fingern aus den letzten Jahren – und Philippe Manoury versteht es auf sehr beeindruckende, originelle und originäre Weise, den Klangbereich traditioneller akustischer Instrumente durch elektronische Verfahren zu erweitern, zu verfremden oder auch in Schleifen fortzusetzen. Wer einmal mit Manoury selbst gesprochen hat versteht, dass ihm daran nichts ein bloßes Spiel ist, sondern er mit den neuen, immer einfacher mittels Programmen umzusetzenden und zugleich akustisch komplexer werdenden Möglichkeiten versucht, Räume zu erweitern sowie zwischen dem konkreten Klang und
WeiterlesenWas ist das? Das Setup besteht aus Wurlitzer Piano und stehender Bass Drum. Daraus und drumherum wird gefrickelt, geloopt und gewerkelt. Hobbykeller, Experimentalküche der Repetitions-Avantgarde? — Oder einfach nur ein Denkmal der Tonkunst? Dass das nämlich nicht zu einer geschmäcklerischen Sülze gefriert, dafür sorgt Hans Arnold immer wieder mit kleinen Steinchen, die er in die Kompositionen streut und die gottlob eher nur ein Ausrutschen beim Mithören erzeugen («Future in Present»). An sich auch erstaunlich, welche verschiedenen musikalischen Poetiken sich mit dem genannten Instrumentarium erzeugen lassen. Auch im Bereich der Geräusche
WeiterlesenEs handelt sich um das zweite Album des „Gitarristen, Roboterprogrammierers, Magnetbandzerknitterers und Komponisten Markus Rom“. Ich habe selten eine solche präzise Beschreibung gelesen, die so viel schon hervorsagt von dem, was bei dieser spektakulären Platte (Kassette, CD, Download) passiert. Es wird wird in- und übereinandergeloopt, was das Zeug hält – aber nicht nur. Da werden kleinere und größere Klangsteinchen aneinandergelegt und verwoben. Ein musikalisches Teppich-Domino-Spiel. Dabei werden immer wieder neue Farben und musikalische Genre-Bezüge zutage gefördert. Nicht immer alle mit der gleichen Dichtigkeit. Aber doch nie bloß egal. Er, Rom,
Weiterlesen«Erstmals liegt nun Xenakis’ elektroakustisches Gesamtwerk auf Tonträger vor. Jahrelange Quellenstudien und vergleichende Recherchen ermöglichten in Zusammenarbeit mit dem Tonmeister Martin Wurmnest kritisch reflektierte Stereo-Mixe, die von Rashad Becker entsprechend gemastered wurden und die neben dem Aspekt der Quellentreue den Hörer in den Mittelpunkt stellen: Xenakis‘ Musik kann man genießen.» Kann man! Da denkt man zunächst, was gibt es denn hier noch zu machen. Viele der Stücke sind doch schon mal veröffentlicht worden. Zugegeben: Für mich wären die Unterschiede zwischen den alten und den neuen Versionen sicher kaum wahrnehmbar. Was
WeiterlesenEs muss nicht alles immer gleich in die tiefste und komplizierte Ecke gehen. Moritz Fasbender (dahinter steckt die Multiakustikerin Friederike Bernhardt) hat hier eine EP als „Vorbotin“ ihres Vinyl-Albums aufgelegt, das in aller Bescheidenheit köstlich zu nennen ist. Warum? Es wird zwar unter „Newclassical“ gelabelt. Aber auch hier sind nicht alle Katzen musikalisch grau und schon gar nicht die Hasen, die in ihrem (oder seinem Leben) eine besondere Rolle zu spielen scheinen. Der Beipackzettel beschreibt ihre Intention so: „In den letzten zwei Jahren hat Friederike Bernhardt nach einem Ausdruck gesucht,
WeiterlesenEine eigene musikalische Welt stoßen hier Matthias Engelke und Maraile Lichdi auf. Natürlich, wer macht das nicht oder hätte nicht diesen Anspruch. Die eigene Welt hier ist keine gänzlich unbekannte, aber doch nie Gehörte. Diese CD mit ihrem wunderbaren Artwork in Booklet und Cover ist gleichwohl speziell und von unerhörter Faszination. Die Kompositionen begeben sich in einer Mischung aus Original-Klängen (Musique concrète) und mittels weiterer technischer Verfahren verfremdeter Klänge auf Wanderschaft in subtilste Klangmischungen und rhythmische Muster. Wie soll man das erklären. Die Musik tänzelt gewissermaßen auf Stiltechniken neuer Musik,
WeiterlesenEs liegt irgendwie auf der Hand, dass sich die Szene der elektronischen Musik mit der Musik von Giacinto Scelsi in Berührung setzt. Erstaunlich ist hier jedoch, dass dies auf dem Weg des Solospiels passiert und nicht im multimorbiden Kammermusik- oder Orchesterbereich – bei dem es ohnehin in der Musik von Scelsi leichter changiert als im Zustand des solo. Der Blockflötist Jeremias Schwarzer hat dies mit den acht Tracks hier damit tatsächlich zu einem Gegenpunkt gebracht. Die Einzelwerke sind dabei selbst Bearbeitungen von anderen Solostücken Scelsis (Kontrabass, Saxophon, Gesang und bei
WeiterlesenBadooum! Der den meisten von uns eher als souveräner Pianist bekannte Martin Tchiba geht mit diese CD unter die Potentiometer-Skalierer, unter die Tüftler, die am Klangrad drehen. Badoooum! In drei Teile zerfällt hier sein Werk: places, dedications und images. Er selbst schreibt zum Gesamtkomplex der CD: «klang collection ist meine musikalische Aufarbeitung der Corona-Zeit. Reflektiert werden vielfältige Klänge, Dinge, Orte, die mir 2020 und 2021 wichtig waren, die auf der Agenda gestanden hätten, aber aufgrund der Situation „unerhört“ blieben, ergänzt durch starke Reminiszenzen an die „Zeit davor“.» Da ist es
Weiterlesen