19. Juni 2026 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Jacob Mühlrad – Swedish Radio Choir

Jacob Mühlrad – Swedish Radio Choir

Ein faszinierendes Album – sowohl was die Kompositionen als auch die interpretatorische Realisation angeht. Denn der Schwedische Rundfunkchor zählt nicht erst seit Eric Ericson zu den weltweit «besten» Vokalensembles – marktschreierische Kategorien, die ich aus Überzeugung großräumig meide, die aber in diesem Fall vollauf gerechtfertigt, wenn nicht sogar notwendig sind. Denn wie hier die fließenden Klänge von Jacob Mühlrad (*1991) umgesetzt werden, ist schlichtweg sensationell. Ein homogener Klang, der den ewigen Fluss der Stimmen durch die Zeit rinnen lässt, und eine Intonation, die schlichtweg punktgenau «sitzt». Anders als übrigens die

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Robert Schumann

Robert Schumann

Die von Clara Schumann bei der Erstausgabe des Requiem op. 148 hinzugefügte Opuszahl gibt fälschlicherweise vor, es würde sich um eine «letzte» Komposition handeln. In der wirklichen Entstehungsgeschichte steht es hingegen in unmittelbarer Nachbarschaft zu der im März 1852 abgeschlossenen Missa Sacra, die bei ihrer posthumen Drucklegung mit «147» eine nicht minder hohe Zahl erhielt. Beide Partituren bezeugen Schumanns nachhaltiges Interesse an Kirchenmusik, deren repräsentative Aufführung ihm als Musikdirektor in Düsseldorf übrigens auch oblag («vier Messen und zwei Aufführungen in der Kirche in der Charwoche»). Beide Werke haben es anhaltend

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