7. April 2026 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Mel Bonis – Orchesterwerke

Mel Bonis – Orchesterwerke

Werke für Klavier und Kammermusik. Wieder einmal waren es die «kleinen Formen» (Charakterstücke), eine Violinsonate und ein Klavierquartett, die bis jetzt ein durchaus (falsches) Bild von der französischen Komponistin Mel Bonis (1858–1937) zeichneten. Erst mit diesem Album (natürlich eine cpo-Produktion) treten auch sinfonische Klänge ans Licht – obwohl es sich «nur» um Instrumentationen eigener Werke handelt (die bei denen mit vokalem Anteil). Und dennoch: Diese Musik muss sich weiß Gott nicht hinter den Zeitgenossen aus den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg verstecken! Vielmehr erweist sich Mel Bonis als eine Komponistin

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Močnik / Johannes-Passion

Močnik / Johannes-Passion

Wohl erst durch diese Einspielung – zwölf Jahre nach der Uraufführung – wird die Johannes-Passion des slowenischen Komponisten Damijan Močnik (*1967) einem größeren Kreis bekannt. Močnik, der vor allem durch seine Kompositionen für Chor hervorgetreten ist, reiht sich mit diesem Werk in eine ebenso große wie großartige Tradition von Vertonungen ein, die sich mit den letzten Tagen Jesu in Leben und Leiden musikalisch auseinandersetzen. Johann Sebastian Bachs Passions-Vertonungen werden zwar in der Musikgeschichte ein ewiger Fixstern bleiben; seither sind aber insbesondere im 20. Jahrhundert einige nicht minder gewichtige Werke entstanden

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Telemann / Miriways (1728)

Telemann / Miriways (1728)

Die Opern von Georg Philipp Telemann sind noch immer «terra incognita» (Pimpinone vielleicht ausgenommen). Wer aber hätte gedacht, dass der vielfach als «Polygraph» verunglimpfte Komponist während seines langen Lebens für Leipzig, Weißenfels und natürlich die Hamburger «Oper am Gänsemarkt» mehr als 50 Bühnenwerke geschrieben hat? Dass sich zwar vieles nachweisen lässt, sich aber nur weniges erhalten hat, liegt (wie so oft) an der Vergänglichkeit der Institutionen. Zu den erhaltenen Raritäten zählt auch Miriways: 1728 und nochmals 1730 gespielt, wurde der Dreiakter erst wieder 1992 und 2012 in Magdeburg aufgeführt; bei

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