Kai Niggemann – Climate and Violence
Hörend bekommt man hier deutlich eine Art Geraune an die Ohren, das zwischen Noise, Pulse und Rausch oszilliert. Was dabei für mein Gefühl alles eine Spur zu wenig Spielerisches, Öffnendes enthält.
WeiterlesenHörend bekommt man hier deutlich eine Art Geraune an die Ohren, das zwischen Noise, Pulse und Rausch oszilliert. Was dabei für mein Gefühl alles eine Spur zu wenig Spielerisches, Öffnendes enthält.
WeiterlesenEs klingt recht entspannt dabei, was da an Klängen ineinander gepurzelt wird. Das wirkt dann manchmal, als stünde man einem losgelassenen, weichspülenden Synthesizer mit ausgefeilter Impulskontrolle gegenüber. Es gibt in gewissem Sinne auch voll niedliche Algorithmen. Entzückend!
WeiterlesenWie in 9 Wellen werden die einzelnen Warps hintereinandergesetzt. Das wirkt zunächst dunkel und atmosphärisch bedrohlich. Da ist der wiederholte Grundton auf derselben Stufe, wie in einem Bild, der Boden, auf den Schallereignisse gekippt werden, Stück für Stück, anschwellend, abschwellend. Mal verzerrter, mal weniger verzerrt. Das steht so für sich, das geht nicht fort, das bleibt auf der Stelle
WeiterlesenIch bin mir nicht sicher, ob das Konzept oder die Idee wirklich so weit trägt, wie es sich der Autor wünscht. Oder ob es sich letztlich nur um ein raunendes Füllen von Zeit handelt. Als Hörender verhält man sich dazu: Man taucht mit ein, oder lässt es vorbeirauschen. Man kommt der Sache nicht bei.
WeiterlesenParadox: Ja, diese Musik hat man so noch nie gehört, aber anders eben schon. Faszinierend bleibt die Sache allemal und ist es wert, sich davon einfangen zu lassen, als ein Mensch, der hört und keine Angst hat, sich dabei auch von Nichts überraschen zu lassen.
WeiterlesenEs geht hier nicht um Krach, der unter Überdruck in die Schalllandschaft gepresst worden ist, sondern um ein – gefühlt – unendliches Rauschen von diskreten und konkreten Tongebilden. Es fließt alles unablässig, schattiert und verformt sich in Filtern.
WeiterlesenES SIND DIE 70ER-JAHRE! Costin Miereanu mit seiner Art der elektronischen Musik eher an Seitenflügel der Popularmusik wie von Tangerine Dream, Pink Floyd, Jean-Michel Jarre, Michael Rother, Dieter Moebius, Hans-Joachim Roedelius, Brian Eno (nicht so sehr Kraftwerk) an und verbindet sich eher mit Terry Riley als Iannis Xenakis.
WeiterlesenDas ist in der Denkungsart vollkommen radikal und auf eine irrwitzige Weise irrational. Zu hören ist dabei im Ergebnis ein Klanggeräuschbrei (un-)endlicher Tiefe, beziehungsweise umgekehrt, etwas alogisch, teleologiefreies für sich und für nichts anderes Stehendes. Eine Welt ohne Boden, eine Welt deren Zeit allein gefüllt wird. … was bleibt? Ein Reichtum an Klang und Geräusch, fein gesponnen auch in der Perspektive gestaffelter Musik.
Weiterlesen… Stefan Goldmann ist ganz sicher jemand aus dem Bereich der DJ-Culture, der kompliziertere Beats herzustellen vermag, ohne dass es chaotisch wird oder mindfucking spröde. Was man auf den 12 Tracks von Alluvium zu hören bekommt, sind in der Tat Rhythmus-Rituale von elektronischer Musikrauschproduktion. …
WeiterlesenEine eigene musikalische Welt stoßen hier Matthias Engelke und Maraile Lichdi auf. Natürlich, wer macht das nicht oder hätte nicht diesen Anspruch. Die eigene Welt hier ist keine gänzlich unbekannte, aber doch nie Gehörte. Diese CD mit ihrem wunderbaren Artwork in Booklet und Cover ist gleichwohl speziell und von unerhörter Faszination. Die Kompositionen begeben sich in einer Mischung aus Original-Klängen (Musique concrète) und mittels weiterer technischer Verfahren verfremdeter Klänge auf Wanderschaft in subtilste Klangmischungen und rhythmische Muster. Wie soll man das erklären. Die Musik tänzelt gewissermaßen auf Stiltechniken neuer Musik,
WeiterlesenBadooum! Der den meisten von uns eher als souveräner Pianist bekannte Martin Tchiba geht mit diese CD unter die Potentiometer-Skalierer, unter die Tüftler, die am Klangrad drehen. Badoooum! In drei Teile zerfällt hier sein Werk: places, dedications und images. Er selbst schreibt zum Gesamtkomplex der CD: «klang collection ist meine musikalische Aufarbeitung der Corona-Zeit. Reflektiert werden vielfältige Klänge, Dinge, Orte, die mir 2020 und 2021 wichtig waren, die auf der Agenda gestanden hätten, aber aufgrund der Situation „unerhört“ blieben, ergänzt durch starke Reminiszenzen an die „Zeit davor“.» Da ist es
WeiterlesenDas Live dürfte manchen Hörenden etwas ulkig vorkommen, kennt man dergleichen doch so gut es geht vom Studio her, nämlich elektronisch erzeugte Klänge. Hier zudem von einer Person allein. Was ist da live? Wozu bedarf es des Publikums. Umgekehrt ist es kein Thema, das Publikum bedarf der Klänge, es geht ja nicht ohne. Dass das alles in der Berliner Philharmonie passiert, zeigt jetzt aber genau was? Dass diese Art elektronischer Live-Musik im Tempel der Hochkultur angekommen ist? Oder nur Platz gefunden hat? Die Platte wirbt ja mit beiden Elementen schon
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