19. Mai 2026 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Margaret Hermant – Freedom

Margaret Hermant – Freedom

Ein archetypisches Produkt aus der Ecke der sogenannten Neoklassik. So gelabelt erschienen bei Edel in der Reihe Neue Meister:innen, naja, also eher: Neue Meister, nix mit Gendern. Es spielt und komponiert hier die Belgierin Margaret Hermant auf der Harfe und einiger Elektronik recht unspektakuläre Tracks, die aber in der Summe so etwas wie Freedom zum Albumtitel machen. Da muss ich eine Anekdote erzählen: Einer meiner musikwissenschaftlichen Lehrer, der in den Wirren der späten 60er-Jahre in Sachen Musikpsychologie und Wahrnehmung forschte und dabei mit Polaritätenprofilen zur Beschreibung der Sinneseindrücke arbeitete, hatte

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Poetzsch / Dirks - Collateral Flow

Poetzsch / Dirks – Collateral Flow

Reentko Dirks und Clemens Christian Poetzsch verstehen es, wie man Musik gestaltet, die nirgendwo aneckt. Das ist faszinierend wie bei der Sicherheit der Bewegungen einer über den Boden schleichenden Schlange – schlau und reizvoll wirkt das von außen. Es ist ein Dauerminireizstrom auf sieben Tracks, den die beiden auf Gitarren und Tasten erzeugen können. …

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Freimaurermusik: Vocal Concert Dresden, Peter Kopp

Freimaurermusik: Vocal Concert Dresden, Peter Kopp

Keine Kantate und auch keine Maurerische Trauermusik. Das Repertoire dieser CD schaut tiefer in die Freimaurerlogen hinein – in den gedanklichen Überbau, in den musikalischen Alltag. Es handelt sich dabei vornehmlich um klavierbegleitete Lieder mit einem Chorrefrain in der für dieses Genre am Ende des 18. Jahrhunderts prägenden kantablen Klarheit. Sowohl die Texte wie auch die mehrheitlich von Johann Gottlieb Naumann und Joseph Augustin Gürrlich gesetzten Nummern geben einen guten Einblick in die „geheimen“ Zirkel jener Zeit (hier vor allem zwischen Berlin und Dresden). Bemerkenswert: vier verschiedene Vertonungen von Schillers

This entry is part 1 of 7 in the series HörBar #010 – Etüden & mehr
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