15. Juni 2026 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Enso – Peaceful Dwelling

Enso – Peaceful dwelling

Unendlich scheint das Repertoire dieser drei Musiker:innen – Marlies Debacker (Piano), Stefan Schönegg (Kontrabass) und Etienne Nillesen (Snare Drum) – zu sein, mit dem sie sich vollkommen klar, präzise und doch in schwebender Weise durch die akustischen Welten bewegen. … Es sind musikalische Inseln, die bislang auf der Landkarte der Musikgeschichte gefehlt haben.

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Fred over jorden – Uranienborg Vokalensemble

Fred over jorden – Uranienborg Vokalensemble

Es ist kein Album wie jedes andere. Dafür steht das norwegische Label 2L mit seinen hochklassigen, durchweg audiophilen Produktionen, die wirklich nur ganz selten einmal einen Wunsch offen lassen. Dass nun mit dem Uranienborg Vokalensemble ein Kammerchor aus «Amateuren» vor den Mikrophonen stand, ist da verwunderlich. Die Sache klärt sich allerdings schon beim ersten Ton: Elisabeth Holte hat ihr 2002 gegründetes Ensemble über die Jahre hinweg zur Spitze der norwegischen Chorszene entwickelt. Dass sie selbst bei Eric Ericson in Stockholm in die Lehre ging, ist dem «nordischen» Klang sofort anzumerken:

This entry is part 5 of 5 in the series HörBar #174 – Weihnachten
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Tranquillo – Sacred Christmas

Tranquillo – Sacred Christmas

Es ist wohl dem messbaren Erfolg der vorhergehenden Produktionen sowie dem Repertoire für Festtage zu verdanken, dass dieses Album physisch erhältlich ist und sich nicht nur im Nirwana des digitalen Raums verbreitet. An sich wäre dieser Tage daran nichs auszusetzen. Wer sich jedoch auf eine reale CD mit 31 (!) Minuten Spielzeit einlässt, fühlt sich ein wenig auf den Arm genommen. Dann doch eher mit dem Shuffle im Streaming – und man wird selig unter dem Baum zur Ruhe kommen. Oder auch nicht. Denn so meditativ die Arrangements auch wirken,

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Feminine Voices at Christmas

Feminine Voices at Christmas

Ein in sich rundes Album mit vornehmlich englischsprachiger Musik zu den nahenden Festtagen und ihrem thematischen Umfeld. Mit Ausnahme zweier Stücke von Hildegard von Bingen und Barbara Strozzi stammt das Repertoire durchgehend aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Hell klingen die Frauenstimmen des Ensemble Altera, kompakt im Chor und doch sehr elastisch in der Gestaltung der Linien und Harmonien. Einige Werke fordern eine begleitende Harfe (als Alternative zum Klavier), ein anderes eine Orgel. Das alles fügt sich wunderbar in eine Stimmung mit warmem Kerzenlicht und duftender Atmosphäre… … wenn da

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Pierre Boulez – Piano Works

Pierre Boulez – Piano Works

Wie vollständig ist eine Edition, die sich Œuvres complètes nennt? Eine Frage, die sich angesichts dieses Albums aufdrängt, das mit der Einspielung von zwei frühen Werken die Perspektive auf Pierre Boulez und sein kompositorisches Schaffen bedeutend erweitert. Denn bei den Variationen für die linke Hand und den drei Psalmodien handelt es sich um Werke, die noch vor den Douze Notations entstanden sind. Sie sind komplex und zeigen, mit welcher Geschwindigkeit sich der 20-Jährige das Musikalische erarbeitete und es für sich neu organisierte: nicht in einer durchgehenden Reihe, sondern in einer

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Art'Ventus Quintet – Swiss Treasures

Art’Ventus Quintet – Swiss Treasures

Der Werkbestand ist weder vergleichbar noch in seiner Breite exzeptionell – und wird dennoch unter Kennern das Bläserquintett als dem Streichquartett vergleichbar angesehen. Dabei unterscheidet es sich zwar durch seine traditionelle Besetzung mit Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott hinsichtlich seiner klanglichen Homogenität, doch hat die Besetzung dank der Werke von Franz Danzi und Anton Reicha eine vergleichbare geschichtliche Perspektive. Das zeigt auch dieses Album mit Werken aus dem Schweizer Schatzkästlein, die wie auch anderswo durch einzelne Kompositionen und ihre Besetzung zusammengehalten werden. Hier nun sind es mehrsätzige Werke von

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Peter Schat – Concertgebouw Orchestra

Peter Schat – Concertgebouw Orchestra

Von Peter Schat (1935–2003) dürften bisher die wenigsten gehört haben, obwohl er in den 1960er Jahren zu den markantesten Erscheinungen der niederländischen Avantgarde zählte. Zunächst positionierte er sich zeittypisch links außen und provozierte später noch durch provokante Äußerungen zur Gesellschaft und zum Musikleben. Seine theoretischen Reflexionen zum Tonsystem und zu seinem eigenen Schaffen bildeten dann die Grundlage für De Toonklok (Die Tonuhr) – ein 1984 im Druck erschienenes Buch, in dem Schat Tonalität, Chromatik und Dodekaphonie in einer gleichsam universellen Formel zusammenführte. Ein innovativer zyklischer Ansatz, der mir bis zur

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Polnische Sinfonik – Royal Scottish National Orchestra

Polnische Sinfonik – Royal Scottish National Orchestra

Auf diversen Alben schon länger vertreten – doch im Konzertsaal noch immer unterrepräsentiert. So lässt sich wohl der Status polnischer Musik der Moderne und jüngsten Vergangenheit beschreiben. Dabei gibt es doch eine Reihe von Namen und Kompositionen, die eigentlich schon lange zum Repertoire gehören (sollten). Umso erfreulicher ist es, dass mit dieser Produktion aus Glasgow ein wirklicher Live-Mitschnitt veröffentlicht wird. Und man kommt aus dem Staunen und Hören nicht heraus, was hier vom Royal Scottish National Orchestra unter der Leitung von Thomas Søndergård zuhören ist. Aufnahmetechnisch brillant und in nahezu

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