6. März 2026 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Herbert Pixner – Symphonic Alps

Herbert Pixner – Symphonic Alps

Dieses Album ist mir immer wieder in die Hände gefallen. Ein Zufall? Mag sein. Vielleicht aber auch die Aufforderung, nun doch etwas zu dieser Produktion zu schreiben, die sich schwer einordnen lässt. Ein wenig fühlt man sich an ältere Arrangements à la «Symphonic Beatles» erinnert – die sinfonische Nobilitierung von Liedern und Songs, denen aber eben doch kein zyklisches Konzept zugrunde liegt, bei denen der Fokus eher auf dem satteren Sound liegt. Sucht man nach einer Konstante in den auf zwei CD verteilten 15 Tracks, so ist es vielleicht die

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Jörg Widmann – Stuttgarter Kammerorchester

Jörg Widmann – Stuttgarter Kammerorchester

Es ist ein Album, das mit seiner vielschichtigen Konzeption überzeugt. Im Zentrum steht dabei (auch was die Track-List angeht) Jörg Widmanns Ikarische Klage – eine frühe Komposition von 1999, gleichwohl schon wegweisend und keinesfalls für eine spätere Kanzellierung bestimmt. Um Ikarus und seinen Höhenflug geht es auch im übertragenen Sinne über alle drei Werke. Denn bei Felix Mendelssohn und Erich Wolfgang Korngold begann das kompositorische Schaffen schon früh im Kindes- und Jugendalter. Vom Himmel gestürzt ist freilich niemand. Auch wenn Mendelssohn bereits mit 38 Jahren starb, hinterließ er doch ein

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Benyamin Nuss – Personal Stories

Benyamin Nuss – Personal Stories

Irgendwie steht der Titel des Albums in krassem Widerspruch zur Musik. Denn so «personal» wie es auf dem Cover heißt, ist diese Musik nicht. Sie ist vielmehr und vor allem reichlich pauschal, erinnert an den musikalischen Rahmen in einer gepflegten Bar: pauschal, ohne Charakter, konsumationsbedürftig und – leider am Ende auch langweilig. Was bei einem Aperol noch geht (weil man es überhört), wird auf einem Album zur Qual. Nun stellt sich die neugierige (!!) Frage, welche «personal stories» Benjamin Nuss hier erzählt. Ein Blick auf die Titel verweist dann auch

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Enso – Peaceful Dwelling

Enso – Peaceful dwelling

Unendlich scheint das Repertoire dieser drei Musiker:innen – Marlies Debacker (Piano), Stefan Schönegg (Kontrabass) und Etienne Nillesen (Snare Drum) – zu sein, mit dem sie sich vollkommen klar, präzise und doch in schwebender Weise durch die akustischen Welten bewegen. … Es sind musikalische Inseln, die bislang auf der Landkarte der Musikgeschichte gefehlt haben.

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Fred over jorden – Uranienborg Vokalensemble

Fred over jorden – Uranienborg Vokalensemble

Es ist kein Album wie jedes andere. Dafür steht das norwegische Label 2L mit seinen hochklassigen, durchweg audiophilen Produktionen, die wirklich nur ganz selten einmal einen Wunsch offen lassen. Dass nun mit dem Uranienborg Vokalensemble ein Kammerchor aus «Amateuren» vor den Mikrophonen stand, ist da verwunderlich. Die Sache klärt sich allerdings schon beim ersten Ton: Elisabeth Holte hat ihr 2002 gegründetes Ensemble über die Jahre hinweg zur Spitze der norwegischen Chorszene entwickelt. Dass sie selbst bei Eric Ericson in Stockholm in die Lehre ging, ist dem «nordischen» Klang sofort anzumerken:

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Tranquillo – Sacred Christmas

Tranquillo – Sacred Christmas

Es ist wohl dem messbaren Erfolg der vorhergehenden Produktionen sowie dem Repertoire für Festtage zu verdanken, dass dieses Album physisch erhältlich ist und sich nicht nur im Nirwana des digitalen Raums verbreitet. An sich wäre dieser Tage daran nichs auszusetzen. Wer sich jedoch auf eine reale CD mit 31 (!) Minuten Spielzeit einlässt, fühlt sich ein wenig auf den Arm genommen. Dann doch eher mit dem Shuffle im Streaming – und man wird selig unter dem Baum zur Ruhe kommen. Oder auch nicht. Denn so meditativ die Arrangements auch wirken,

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Feminine Voices at Christmas

Feminine Voices at Christmas

Ein in sich rundes Album mit vornehmlich englischsprachiger Musik zu den nahenden Festtagen und ihrem thematischen Umfeld. Mit Ausnahme zweier Stücke von Hildegard von Bingen und Barbara Strozzi stammt das Repertoire durchgehend aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Hell klingen die Frauenstimmen des Ensemble Altera, kompakt im Chor und doch sehr elastisch in der Gestaltung der Linien und Harmonien. Einige Werke fordern eine begleitende Harfe (als Alternative zum Klavier), ein anderes eine Orgel. Das alles fügt sich wunderbar in eine Stimmung mit warmem Kerzenlicht und duftender Atmosphäre… … wenn da

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Pierre Boulez – Piano Works

Pierre Boulez – Piano Works

Wie vollständig ist eine Edition, die sich Œuvres complètes nennt? Eine Frage, die sich angesichts dieses Albums aufdrängt, das mit der Einspielung von zwei frühen Werken die Perspektive auf Pierre Boulez und sein kompositorisches Schaffen bedeutend erweitert. Denn bei den Variationen für die linke Hand und den drei Psalmodien handelt es sich um Werke, die noch vor den Douze Notations entstanden sind. Sie sind komplex und zeigen, mit welcher Geschwindigkeit sich der 20-Jährige das Musikalische erarbeitete und es für sich neu organisierte: nicht in einer durchgehenden Reihe, sondern in einer

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