21st-Century Canadian Snare Drum
Mein lieber Schwan. Eine Doppel-CD mit aktueller kanadischer Musik für Snare Drum. Kann man das verantworten, ist das auszuhalten? What? Man kann, man muss, man sollte. Unbedingt.
WeiterlesenSogenannte Klassische Musik
Mein lieber Schwan. Eine Doppel-CD mit aktueller kanadischer Musik für Snare Drum. Kann man das verantworten, ist das auszuhalten? What? Man kann, man muss, man sollte. Unbedingt.
WeiterlesenEin Album, das sich mit seinen Metadaten und dem Booklet hervorragend für ein Blockseminar zum Thema «Redaktionsarbeit» eignet. Es mag ja angehen, dass gelegentlich das «Design» wichtiger als der «Content» ist. Und doch sollte nicht bloß alles Notwendige mitgeteilt sein, sondern es sollte auch «stimmen». Die separaten Listen der Komponisten und ihrer Werke auf dem Backcover gleicht jedenfalls einem Wimmelbild: Die Titel (übrigens miest unvollständig, und dass es sich beiden Sätzen von Visée um eine Suite handelt, wird unterschlagen) stehen vollkommen separat. Wer sucht, findet auf der vorletzten Seite des
WeiterlesenWas aber bleibt? Es ist die wohl grundlegendste Frage des Lebens, die man sich hin und wieder (meist in einer stillen späten Stunde) stellt. In der Biographie und Musik von Giovanni Antonio Terzi wird sie gleichsam zur Realität. Denn von diesem italienischen Meister auf der Laute ist fast nichts bekannt – außer dass er 1592 in Padua ein Studium der Rechtswissenschaften aufnahm. Daraus lässt sich zumindest rechnerisch sein ungefähres Geburtsdatum ableiten (die vielfach anzutreffenden Daten ca. 1580 – ca. 1600 sind daher falsch bzw. gemutmaßt). Musikalisch haben sich zwei in
WeiterlesenEs kommt nicht oft vor, dass ein einzelnes Instrument einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat. Bei der sogenannten «Rauwolf-Laute» ist das die Ausnahme. Sie wurde als Renaissance-Instrument (wohl 7- oder 8-chörig) von Sixtus Rauwolf in Augsburg um das Jahr 1590 gebaut. Eine «Modernisierung» zur Barocklaute (nun 11-chörig) erfolgte 1715 durch Leonard Mausiel in Nürnberg, was durch einen «Zettel» belegt ist. Dass sich die Laute über die Jahrhunderte erhalten hat (wie nur wenige andere Instrumente aus der Werkstatt von Rauwolf), ist schon Zufall genug. Dass sie nach einer sorgfältigen Restaurierung auch spielbar ist,
WeiterlesenDass Musikgeschichte nicht immer einfach zu entschlüsseln ist, zeigt sich an der unspektakulären Biographie von Johann Georg Weichenberger (1676–1740). In Graz geboren, findet man ihn ab 1700 in den Diensten des Wiener Kaiserhofes (in der Buchhaltung!), und doch scheint er einer der wichtigsten und prägendsten Lautenisten in der Donau-Metropole gewesen zu sein. War er nun aber ein sehr begnadeter Virtuose aus dem Bürgertum oder erhielt er seine Anstellung eher pro forma, um an anderer Stelle dem Hof musikalisch zu dienen? Eine Frage, die vielleicht marginal erscheint, aber Grundsätzliches für die
WeiterlesenWer Alon Sariel kennt, weiß um seine vielfältigen instrumentalen Fähigkeiten, die bei Einspielungen von Musik nur für Mandoline oft zu kurz kommen. So auch wieder bei jüngeren Produktionen. Daher hier nun der Rückgriff auf ein Album, bei dem er eine breite Sammlung unterschiedlichster Zupfinstrumenten vorstellt: Erzlaute, Barockgitarre, Liuto attiorbato, Oud. Das wirklich Faszinierende daran ist, wie flexibel sich Bachs Musik auch hier einmal mehr zeigt. Schon seine eigenen Präludien für Laute finden sich heute in Klavieralben. Hier nun werden zwei komplette Werke und einige Sätze aus den Suiten für Violoncello
WeiterlesenDieses Album ist mir immer wieder in die Hände gefallen. Ein Zufall? Mag sein. Vielleicht aber auch die Aufforderung, nun doch etwas zu dieser Produktion zu schreiben, die sich schwer einordnen lässt. Ein wenig fühlt man sich an ältere Arrangements à la «Symphonic Beatles» erinnert – die sinfonische Nobilitierung von Liedern und Songs, denen aber eben doch kein zyklisches Konzept zugrunde liegt, bei denen der Fokus eher auf dem satteren Sound liegt. Sucht man nach einer Konstante in den auf zwei CD verteilten 15 Tracks, so ist es vielleicht die
WeiterlesenEs gibt Wiederentdeckungen von Komponisten – und es gibt absolute Entdeckungen. Zu Letzteren zählt Hans Winterberg (1901–1991), von dem bis vor wenigen Jahren wohl nur ganz wenige etwas gehört hatten. Die erste Veröffentlichung eines seiner Werke auf Tonträger dürfte sogar erst 2018 erfolgt sein. Wenn man sich seine Biographie erzählen lässt, werden einem wieder einmal die vielen unterschiedlichen Schicksale in de Irrungen und Wirrungen des 20. Jahrhunderts bewusst. Um ein Haar wäre zudem der Nachlass in den verschlossenen Schränken eines Archivs auf unabsehbare Zeit verschwunden … Dabei handelt es sich
WeiterlesenSeinen Namen kennt man aus dem Umfeld und der Biographie von Johannes Brahms – und doch ist es immer vergleichsweie still um Julius Otto Grimm (1827–1903) geblieben. Lag es an seinem vergleichsweise geringen kompositorischen Output? Oder an seiner offenbar bescheidenen Persönlichkeit? Oder lag es gar an Münster in Westfalen, das über 43 Jahre sein Wirkungsort war und vielleicht zu abseits lag? Antworten auf diese Fragen werden sich sicherlich nicht im Handumdrehen finden lassen. Umso wichtiger ist es, sein Schaffen erlebbar zu machen. In diesem Sinne legt das Sinfonieorchester Münster unter
WeiterlesenEs ist ein Album, das mit seiner vielschichtigen Konzeption überzeugt. Im Zentrum steht dabei (auch was die Track-List angeht) Jörg Widmanns Ikarische Klage – eine frühe Komposition von 1999, gleichwohl schon wegweisend und keinesfalls für eine spätere Kanzellierung bestimmt. Um Ikarus und seinen Höhenflug geht es auch im übertragenen Sinne über alle drei Werke. Denn bei Felix Mendelssohn und Erich Wolfgang Korngold begann das kompositorische Schaffen schon früh im Kindes- und Jugendalter. Vom Himmel gestürzt ist freilich niemand. Auch wenn Mendelssohn bereits mit 38 Jahren starb, hinterließ er doch ein
WeiterlesenGroße Nationalkomponisten waren im ausgehenden 19. Jahrhundert sicherlich ein Segen, wenn es um die kulturelle Selbstfindung und Identifikation ging. Oft genug erwiesen sie sich jedoch auch als Fluch für all jene Komponisten, die fortan im Schatten dieser Riesen blieben. In Finnland etwa hat Jean Sibelius mindestens auf zwei Generationen gewirkt – weniger stilistisch, sondern vielmehr wie ein Mantel, der alles umhüllte und verdeckte. Dabei gibt es so viel Erstaunliches neben und nach ihm zu entdecken – wenn man es denn hervorholt und (ein)spielt. Ein Beispiel sind die Sinfonien Nr. 5
WeiterlesenHier zeichnet das Cover in schwarz/weiß so viele Schatten und differenzierte Töne, wie die Musik von Einojuhani Rautavaara (1928–2016) – einem Komponisten, der im deutschen Kulturraum einige Kenner & Liebhaber hat und in letzter Zeit wieder vermehrt auf dem Spielplan steht. Die Gründe dafür sind klar auszumachen: Obwohl sich Rautavaara ein Zeit lang im Tonsystem avantgardistisch zeigte, hat er rückschauend eigentlich nie die musikalische Seele seiner finnischen Heimat verlassen und ist sich im Ausdruck treu geblieben. Das zeigen auch die hier vollständig eingespielten Klavierwerke, … … nicht aber die am
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