
Die Liste der Mitwirkenden liest sich wie ein Who’s Who des Avantgarde-Jazz der Downtown-Szene New Yorks der 80er-Jahre. In Duos mit dem Vokalvirtuosen David Moss treffen und hören wir unter anderem Fred Frith, Bill Laswell, Arto Lindsay, Christian Marclay, John Zorn, Phil Minton, Jamaaladeen Tacuma, David Van Tieghem, Tom Guralnick und Fred Maher. Jetzt ist die Aufnahme wieder aufgefrischt und remastert vom Label Yatak Records. 42 Jahre hat sie auf dem Buckel.
Zu hören sind 19 Miniaturen, voller Energie und Witz, voller Tiefe zugleich und Miniglückseligkeiten. Ein Panoptikum schärfster Wildheit. Das Gefühl von Aus- und Aufbruch: ein Zeitmoment für die Ewigkeit.
Das klingt jetzt womöglich ziemlich pathetisch. Aber das darf sein. Denn wie man bei anderen Aufnahmen die herrlichsten Längen genießen kann, so darf man sich hier in die Kürze voller Vergnügen ergeben. Denn das Erstaunliche daran ist dialektischer Natur: Hier ist nichts verdichtet. Hier ist nur in aller Kürze alles gesagt, von jeweils zweien, die sich getroffen haben.
David Moss – Full House (Remaster 2026)
- David Moss: drums, percussion, voice, Bertoia Sound Sculptures, water, wood, metal, plastic, pods, and small electronics
- Fred Frith: guitar
- Tom Guralnick: Bass, Tenor, and soprano saxophones Bill Laswell: 6-string Bass
- Arto Lindsay: vocals, guitar (lyrics on „Full House“) Fred Maher: drums
- Christian Marclay: manipulated records on 4 turntables Phil Minton: voice
- Jamaaladeen Tacuma: Steinberger bass David van Tieghem: percussion
- John Zorn: reeds, game calls, saxophones
Yatak Records YR036 (VÖ: LP/CD 7.8.2926)
