29. Januar 2022 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch

Woody Black 4: The Lost Tapes

Woody Black 4: The Lost Tapes
Woody Black 4: The Lost Tapes

Mit vier Klarinetten unterwegs durch die Weiten der Welt. Was für ein Hörspaß, was für ein Hörvergnügen. Diese Leichtigkeit der Klänge, die in dieser Weise kein Instrument erreichen kann wie die Klarinette, deren Modulation im Atmen und Phrasieren einfach jedes Material sich unterwerfen kann. Es biegen sich unter der Last des Schwebens alle Komplexitäten zu Sinnespunkten, die sich im Fokus finden und in alle Richtungen zerstäuben können.

Mit vier Klarinetten, drei davon im Bassregister, drehste den Stöpsel der musikalischen Ästhetik aus dem verstopftesten Abflussrohr der Musikgeschichte. All das regeln die vier bärtigen Männer hier mit aller ironischen Distanz und kammermusikalischen Könnerschaft. Tanz, Tanz, Tanz! Ein Tanz der Ton-Partikel als huschende, wuschelnde Vorbeifahrt an der Strenge des Lebens. Ein Spitzentanz aus Freiheit und Lust als musikalischer Gummitwist in gravitationsbefreiter Umgebung. Titelnamen wie „Klarinett Bonanza“ oder „ Der Spezialist und die Schwachstelle“ oder „Penguins On The Dancefloor“ sind dabei zudem nicht einfach nur launige Späße als Folge einer „Tsipouro-Party“ nach der man im „Roten Wien flaniert“. Sondern was?

Eine gequirlte Großartigkeit!

Und für mich auch ein bisschen auch Lost Tapas!


Woody Black 4: The Lost Tapes

  • Oscar Antoli: Klarinette, Bassklarinette
  • Stephan Dickbauer: Klarinette
  • Leonhard Skorupa: Bassklarinette
  • Daniel Moser: Bassklarinette

ORF-CD 3246

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