17. Juni 2024 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Vivaldi / Sergio Azzolini

Vivaldi / Sergio Azzolini

Dieses Album gleicht einem Feuerwerk. Mit einem Füllhorn an musikalischer Effekte und einem breit geöffneten Farbfächer werden hier in einer fünften Folge insgesamt sieben Konzerte für Fagott zelebriert und abgefeiert, dass es eine wahre Lust ist. Das Ensemble L’Onda Armonica gibt sich dabei agil und wandelbar zwischen robusten Rhythmen und extrem dicht ineinander fließenden Harmonien. Bereits der erste Track überrumpelt: Der Anfang des Konzerts a-Moll RV 497 wird mit einer geradezu flegelhaftigen Ruppigkeit «gerockt», dass einem um den Rest des Satzes, des Konzerts und gar der Einspielung bange werden kann.

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Kozeluch / Sergio Azzolini

Kozeluch / Sergio Azzolini

Die beiden als Cousins verwandten Kozeluch (Koželuh) haben in der Musikgeschichte bisher nur einen Platz in der zweiten Reihe gefunden; vor allem die Umstände der Zeit und Rezeption haben dazu beigetragen. Zudem hatten sie auch nicht das Glück, mit einer herausragenden Komposition einen prägenden Stempel zu setzen. Vielleicht kennen wir aber noch immer zu wenig aus jener Zeit. Schon in seinem Booklet-Essay weist Karl Böhmer darauf hin, dass im ausgehenden 18. Jahrhundert allein in Italien mehrere Fagottisten mit eigenen Konzerten unterwegs waren – Werken, von denen sich nichts erhalten hat.

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