2. Juni 2026 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Witt – Sinfonien

Witt – Sinfonien

Musikalisch ist Friedrich Witt (1770–1836) kein Unbekannter. Wer seinen alten Schallplattenschrank durchforstet, findet womöglich eine Aufnahme seiner Sinfonie C-Dur, die nach einer voreiligen Zuschreibung durch Fritz Stein einmal als Jugendwerk Beethoven gehandelt wurde. Als dann klar war, dass es sich bei der Partitur um keinen echten «Beethoven» handelt, sondern «nur» um einen ordentlichen «Witt», öffneten sich die Türen zur Versenkung. Dabei versteht es der zuletzt in Würzburg wirkende Witt, mit seinen Sinfonien musikalisch bestens zu unterhalten (er schrieb außerdem reichlich Kirchenmusik). Obwohl von ETA Hoffmann mit einer gründlichen und positiven

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Johann David Heinichen – Sepolcri

Johann David Heinichen – Sepolcri

Noch einmal das Sepolcro. Diesmal geht es die Elbe auswärts bis nach Dresden – eine noch immer nicht gänzlich erschlossene Hochburg des musikalischen Barock und weit darüber hinaus. Auf diesem Album sind es zwei Werke, die in ihrer Anlage und ihren sängerischen Anforderungen unbedingt an die Opera seria erinnern. Sie zeigen, wie sehr sich in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts Stile, Gattungen und Genres gegenseitig inspirierten, obwohl die geistliche und weltliche Sphäre eigentlich unvereinbar schien. Vielleicht war Johann David Heinichen (1683–1729) dafür ein exzellenter Vermittler. Protestantisch sozialisiert und am

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Ernst Wilhelm Wolf / Kölner Akademie

Ernst Wilhelm Wolf / Kölner Akademie

Seit mehr als zwei Jahrzehnten kann ich mir Weihnachten nicht mehr ohne eine Repertoire-Entdeckung durch das Label cpo vorstellen. Mit unerschütterlichem Eifer erscheint hier «alle Jahre wieder» – meist aus der reichen mitteldeutschen Schatzkammer – ein Oratorium oder eine Sammlung von Kantaten, gelegentlich auch bisher Unerhörtes aus anderen Regionen und Ländern. Der allseits bekannte «Sechsteiler» von Johann Sebastian Bach bleibt bei dieser anhaltenden Repertoire-Schau zwar unbestritten auf Platz 1 – aber was wäre dieser Platz ohne all die Nachfolgenden? Und so höre ich mich immer wieder gerne durch Agricola, Gebel,

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