30. Oktober 2026 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Joachim Schweppe

Joachim Schweppe

Ein Komponist vollkommen unter dem Radar. Denn wer kennt schon Joachim Schweppe (1926–1999)? In Kiel geboren, in Hamburg aufgewachsen. Schon vor dem WK2 hatte er sich der Musik verschrieben, danach mit einem Studium. In Hamburg gehörte zur weithin unbekannten Gruppe «Steinhagenhaus», es folgte eine Ausbildung zum Kirchenmusiker und das sichere «Abtauchen» im allsonntäglichen Gemeindedienst in Wandsbek, als die gleichaltrige Avantgarde an den Grundfesten der Musik rüttelte. Umso bemerkenswerter ist die Neuentdeckung seines Schaffens (der Begriff «Wiederentdeckung» verbietet sich). Und es stellt sich die Frage, wie ein so profunder Komponist in

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Henze / Nachtstücke / Banse

Henze / Nachtstücke / Banse

Um Hans Werner Henze (1926–2012) ist es in der letzten Dekade eigenartig still geworden – im Konzertsaal wie auf dem um Aufmerksamkeit kämpfenden Tonträgermarkt. Daraus etwaige Rückschlüsse auf die Wirksamkeit seiner Musik zu ziehen, wäre allerdings voreilig. Denn Henze stand politisch wie musikalisch neben der einstigen Avantgarde. Ich erinnere mich gerade jetzt, in diesem Moment, an eine Schulaufführung seines Pollicino Mitte der 1980er Jahre – nicht etwa im Opernhaus, sondern in der schon damals architektonisch offen gestalteten Aula des benachbarten Gymnasium Altenholz-Stift. Vermutlich schrieb ich damals gar meine allererste Musikkritik

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