21. April 2024 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Labelli & Turchet: Bordo Fiume

Labelli & Turchet: Bordo Fiume

Piano und Bass: Das könnte eine gemütlich-engagierte Platte werden, zumal sie sich hat inspirieren lassen von den musikalischen Welten Kenny Wheelers und John Taylors, wie die Liner Notes dieses bereits 2021 bei Da Vinci Jazz erschienen Werks künden. Ein bisschen sind die Stücke auch danach: gemütlich und engagiert, hier im Sinne von «gewollt» und «bemüht». Aber auch einfach etwas hölzern im Flow der kompositorischen Anlage der einzelnen Tracks. Es fehlt gerade im Pianospiel Daniele Labelli das Federnde, das die Musik fluffig und elegant machen würde. Das merkt man gleich im

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Subconscious Trio – Water Shapes

Subconscious Trio – Water Shapes

Zum Abschluss der Jazzwoche in der HörBar eine weitere Aufnahme vom italienischen Label «Da Vinci Jazz». Ohne großes Federlesen zu veranstalten: Großartig agiert dieses Standard-Jazz-Trio in seinen acht eigenen Kompositionen, die sich sehr deutlich in der besten Tradition dieser Besetzung der letzten 20 Jahre wiederfinden (besondere Anklänge gehen in Richtung Esbjörn Svensson Trio). Das heißt sie haben all das drauf, was heute im Jazztrio so geht, aber es kommt noch etwas hinzu: Die drei Musikerinnen – Monique Chao (piano, vocals, composition), Victoria Kirilova (bass, composition) und Francesca Remigi (drums, composition)

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Questo Tempo

Questo Tempo

Eine weitere Produktion vom Label «Da Vinci Jazz», aber mit ganz anderer Klanglichkeit als «Pagine Vere». Die Besetzung deutlich perkussiver (aber mit Melodieinstrumenten wie dem Vibraphon …). Perkussiv muss ja nicht knattern heißen oder grooven oder schlumpfen. Eigentlich gelangt man hörend eher zu der Einsicht, dass die Rhythmus-Abteilung umgekehrt proportional zugleich fehlt – wie das, ich versuche es weiter unten zu erklären. Auch die Toms sind präzise gestimmt auf das musikalische Gesamtbild hin. Und doch: Es pulst die Musik, aber durchaus frei und fesselnd zugleich. Darüber singt Beatrice Arrigoni ebenso

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Ceccarelli – Pagine Vere

Ceccarelli – Pagine Vere

Das Leichte ist ja keineswegs immer leichtgewichtig, sondern eine komplexe musikalische Angelegenheit. Eine musikalische Idee am Fließen zu halten, im Fluss zu halten, ja, sie zu halten sie loslassen zu können, verdammt aufwendig – und dann merkt man das gerade dadurch, dass man es nicht merkt. Das – kann man so konstatieren – gelingt auf mit dieser CD ganz vorzüglich wie das Schlürfen in Lammfellschuhen über poliertes Fischgrätparkett. Da steht kein Span heraus an dem man sich verletzen könnte. Alles blitzeblank, auch die Fenster geputzt, der Ausblick in einen gepflegten

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