29. Juni 2022 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Richardson: Afrofuturism

Richardson: Afrofuturism

Bescheidenheit sieht anders aus: „Frank Zappa, Queen, Brian Wilson and Radiohead meets Schoenberg in a sci-fi 80s lounge“. So, so! Man könnte auch sagen, warum nicht mal einen musikalischen Thermomix experimentell nutzen, statt mit vorgeschriebenen Rezepten und warum die Zutaten eigentlich abmessen. Alles geht, alles muss rein. Nachher klingt es halt, wie es schmeckt. Dieser Mut wird leider ästhetisch nicht belohnt, sondern bleibt auch musikalisch reine Matschepampe. Mit dem Hype-Wording „Afrofuturism“ springt man zwar auf den Zug einer Jazzmodischkeit auf, aber am Ende klingt es hier doch wie nur schlechtbezahlte

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Arthur Hnatek Trio - Static

Arthur Hnatek Trio – Static

Es brodelt, nix static. Feinstrukturen in Rhythmus und Harmonik. Dazu muss sich das Trio nicht überschlagen. Es reicht einfach, sich konsequent und mit einer geradezu abstrakten Klarheit kompositorisch zu formieren. So ein bisschen mondrianartig wirkt das. Fast maschinisch. Aber man soll sich da nicht irren, es brodelt dabei und die Musik webt sich dabei. Überhaupt ist alles dabei. Im Bauplan bewegt sich spinnenartig das Saxophon von Francesco Geminiani. Ein musikalisches Netz, das mit einem Faden beginnen mag, sich symmetrisch entwickelt mit Laufbahnen und Klebelinien. Statisch! Bewegt durch musikalisches Wetter –

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