16. Mai 2022 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Volkmann: Dreams to come

Volkmann: Dreams to come

Entschuldigen Sie mal bitte, lassen Sie uns durch. Wir haben etwas zu sagen. Und los geht es mit einer eruptiven Musik, die ich lange schon nicht mehr so gehört habe. Es wird losgerotzt auf einem Perkussionsbett, es rockt danach wie aus der Garage. Eine emotionale Triebfabrik wie man sie im wohldosierten und hochschultonfallkomplexen großen Klangpool des jungen gegenwärtigen Jazz so bitter nötig hat. Der Mythos des politisch engagierten Jazz lebt und er ist ungeglättet rotzig, übertrieben, exzessiv – wie als ob man mit purer Gewalt gegen eine ästhetische Wand zu

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Heisig / Klare (2020)

Heisig / Klare (2020)

Aber wie geht denn das denn. Phonola gestanzt und Saxophon Improvisationen darüber. Da gibt es die Bezüge zurück in die Welt Conlon Nancarrows, der seinem Klavier über die programmierten Rollen Klänge und Spielstrukturen abverlangte, die bisher wohl niemand so wagte. Gut, das ist eben programmiert. Da ist Null Luft für Interventionen. Mit der Phonola ist das ein bisschen anders. Die wird vor die Tastatur gesetzt und der Musiker hat immer noch gewisse Möglichkeiten der Einflussnahme. Tempo, Pedal. Das hört man! Mit dem Altsaxophonisten Jan Klare kommt man so ins Gespräch.

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