23. Februar 2026 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Lucie Vellère – Kammermusik

Lucie Vellère – Kammermusik

Eine stille Stimme aus Brüssel, die ihre eigene Meisterschaft nie nach außen trug. Lucie Vellère (1896–1966) hielt es gar für überflüssig, den Großteil ihres etwa 80 Kompositionen zählenden Œuvres im Druck erscheinen zu lassen: «Verlage sind sehr teuer, und da ich von Grund auf unabhängig bin, […] wollte ich nie einer Gruppierung angehören, um mich von jeglichem Ehrgeiz fernzuhalten.» Tatsächlich knüpft ihre Musik an den einstigen Impressionismus an, interpretiert diesen jedoch konkreter. Aber das ist freilich nur eine erste Momentaufnahme – denn das Doppel-Album stellt nach eigener Auskunft vielfach die

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Ysaÿe / Orchestre Philharmonique Royal de Liège

Ysaÿe / Orchestre Philharmonique Royal de Liège

Manchmal sind die Grenzen zwischen symphonischer und konzertanter Musik fließend. So auch bei diesem Album mit Musik von Eugène Ysaÿe (1858–1931), der als Geiger eine Ausnahmeerscheinung war – vielleicht einer der letzten wirklichen Virtuosen der alten Schule. Weniger bekannt ist, dass er auch ein bedeutender Komponist seiner Zeit war, der bisher durch alle Raster der Musikgeschichte gefallen ist. Mehrere Boxen und Einzelalben sind in den letzten Jahren erschienen – nun auch dieses mit gleich mehreren Konzertstücken, die tief beeindrucken. Das betrifft sowohl die Kompositionen als auch die Interpretationen, die eine

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