21. Oktober 2026 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Josef Schelb

Josef Schelb

Sein Name war in Karlsruhe und Baden-Baden bekannt, inzwischen aber gehört Josef Schelb (1894-1977) zu den großen Unbekannten seiner Generation – einer Generation, die in doppelter Weise von den beiden Weltkriegen und den damit verbundenen Ab- und Aufbrüchen geprägt war. Schelb, der seit 1924 eine Professur für Klavier an der Musikhochschule Karlsruhe inne hatte, ging 1933 nicht ins Exil, biederte sich aber offenbar auch nicht an. Nach 1945 ging er einen eigenen Weg zwischen einem romantisch angehauchten Neoklassizismus und einer eigenen Lesart des Expressionismus. Seine Partituren teilen das Schicksal mit

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Josef Schelb

Josef Schelb

Die Musik des Komponisten Josef Schelb (1894–1977) dürfte bisher den wenigsten überhaupt einmal begegnet sein. Kaum etwas aus seinem umfangreichen Œuvre liegt eingespielt vor – dabei ist sein Schaffen mit Opern, Balletten, nicht weniger als 11 Sinfonien, weiteren Kompositionen für Orchester, Kammer- und Klaviermusik sehr breit aufgestellt. Noch dazu hat Schelb eine sehr eigene musikalische Sprache entwickelt, die sich fast jeder Schubladisierung entzieht – was ihn wirklich interessant macht: Sie verfügt über eine gewisse französische Farbigkeit wie auch über eine polyphone Führung der Stimmen. Harmonisch frei, bleibt Schelb gleichwohl der

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