3. März 2024 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Dark Lux – Lux:NM

Gordon Kampe: DARK LUX – Lux:NM

Ein sinistres „Gesamtgruselwerk“ zwischen Elektronik und Instrumentalklang, das LUX:NM hier mit Autorin Sarah Trilsch, Elektronikfachkraft Jan Brauer und Gordon Kampe ausgeheckt hat, der hier mit hörbar guter Laune den kompositorischen Bösewicht mimt. Da gibt es dann in der Kampe-typischen Lust am Verbiegen und Verbeulen so manch chaotisch überdrehte Monstermusiken, abgründige Volksliedsimulationen, „komische Kadenzen“ oder „röchelnde Flüsterkantaten“, rücksichtslos kaputte Nachtmusiken oder Tarantellas, Gigues und Tangos, die auf Vulkanen tanzen. Manchmal treten auch Rameau und Gesualdo als musikalische Gespenster auf. Das Schöne an diesem „Hörstück“ in 22 abwechslungsreich düster-komischen Kapiteln ist aber

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Strandgut - Ensemble LUX spielt Werke von Kampe, Klartag u.a.

Strandgut – Ensemble LUX spielt Werke von Kampe, Klartag u.a.

„Nicht das ‚Normale‘, sondern das Besondere, das Andersartige oder auch Kantige interessiert uns am meisten bei der Suche nach Neuem in der Musik“, versichert das Ensemble „LUX:NM“ und hat seine ästhetischen Maximen in der zweiten Eigenproduktion namens „Strandgut“ treffsicher eingelöst. Eine ausgewiesene Fachkraft für „Andersartigkeit“ ist Gordon Kampe. Die sechs aphoristischen Klangbilder von „Knapp“ stellen anschauliche Muster-Bögen eigenwilliger Kampe-Kunst dar, die klangfarbenreich zwischen kopflosem Bewegungseifer und somnambuler Seltsamkeit schwankt. Mittendrin singt uns „Frau Czybulka“ im heimatlichen Wohnzimmer mit unwiderstehlichem Understatement ein gläubiges Lied. Ausgesprochen skurril geht es auch in Yair

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