12. Februar 2026 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Janitsch – Freitagsakademie

Janitsch – Freitagsakademie

Noch vor einiger Zeit war es schwierig, überhaupt eine Einspielung mit Musik von Johann Gottlieb Janitsch (1708–1763) zu finden. Inzwischen liegen gleich mehrere Alben mit herausragender Kammermusik aus seiner Feder vor – Kompositionen, die beim ersten Höreindruck noch mehr der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts verpflichtet scheinen, die aber hinter ihrer vielfach kontrapunktisch inspirierten Faktur viel galanten Ausdruck verbergen. Ein doppeltes Vergnügen, das auch noch Johann Friedrich Reichardt im Jahre 1775 begeisterte: «Keiner beut unserem Verstande so viel Unterhaltung, so viel Nahrung.» Zunächst in Rheinsberg, später auch in Berlin war

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lost and found / Freitagsakademie

Lost and found / Freitagsakademie

Das Motto dieses Albums ist nicht sonderlich originell. Zum einen finden sich bei einer nur oberflächlichen Recherche auch andere Veröffentlichungen solchen Namens, zum anderen muss man schon guten Willens sein, den Titel wirklich wörtlich zu nehmen. Was hier eingespielt wurde, sind (naheliegende) und teilweise in anderen Besetzungen altbekannte Rekonstruktionen, allen voran Rückführungen aus den späten Cembalokonzerten, aber auch Re-Arrangements einzelner Kantatensätze. Wer sich einmal durch Bachs Kantatenwerk gehört hat, bekommt eine Ahnung davon, was hier alles aus der Köthener Zeit musikalisch recycelt worden sein könnte. Ob dies allerdings wirklich so

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