Morta Grigaliūnaitė – Einojuhani Rautavaara

Morta Grigaliūnaitė – Einojuhani Rautavaara

Hier zeichnet das Cover in schwarz/weiß so viele Schatten und differenzierte Töne, wie die Musik von Einojuhani Rautavaara (1928–2016) – einem Komponisten, der im deutschen Kulturraum einige Kenner & Liebhaber hat und in letzter Zeit wieder vermehrt auf dem Spielplan steht. Die Gründe dafür sind klar auszumachen: Obwohl sich Rautavaara ein Zeit lang im Tonsystem avantgardistisch zeigte, hat er rückschauend eigentlich nie die musikalische Seele seiner finnischen Heimat verlassen und ist sich im Ausdruck treu geblieben. Das zeigen auch die hier vollständig eingespielten Klavierwerke, … … nicht aber die am

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Alain Planès – Erik Satie

Alain Planès – Erik Satie

Es war einer der stilleren Gedenktage im Jahre 2025 – passend zum Selbstverständnis von Erik Satie (1866–1925) und dem Ausdruck seiner Werke im kleinen Format. Außer der Parade (1917) für die Ballets Russes sind seine weiteren großen Werke kaum bekannt (wie das sinfonische Drama Socrate von 1918 oder zwei weitere Ballette). Dafür aber schwärmen wohl alle Anfänger (und nicht nur die) für die Gymnopédies (1888), mit denen er wirklich Musikgeschichte schrieb. Wie also gedenken? Alain Planès hat zusammen mit seinem Label harmonia mundi einen passablen Weg mit Neueinspielungen gefunden, bei

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Steffen Schleiermacher – Hanns Eisler

Steffen Schleiermacher – Hanns Eisler

Das Cover zeugt von längst vergangenen Zeiten. Der hier von Hans Baluschek im Jahre 1929 portraitierte Molkenmarkt im Berliner Nikolaiviertel hat sein Gesicht im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts vollständig verändert – so vollständig, wie man auch mit der hier eingespielten Klaviermusik von Hanns Eisler (1898–1962) auf große Gedankenreise gehen muss: Die Stadt war eine andere, die Gesellschaft war eine andere, die Kultur war eine andere. All dies ist wunderbar in der zeitgleich entstandenen Kleinen Musik zum Abreagieren sentimentaler Stimmungen zu erleben – knapp gefasst, zweistimmig karg und doch voller

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Alice Sara Ott – John Field

Alice Sara Ott – John Field

Was bitte ist beim OPUS KLASSIK die Kategorie «Audiovisuelle Musikproduktion des Jahres»? Jedenfalls wurde eine der Special Editions dieses faszinierenden Albums in dieser Kategorie ausgezeichnet. Ist aber vollkommen unwichtig – denn bei John Field (1782–1837) sollte es nun wirklich um die Musik gehen. Da möchte man dem einstigen Traditionslabel Deutsche Grammophon ein herzliches «Guten Morgen» wünschen, dass man nach Dutzenden Einspielungen von Chopin-Piècen dann doch einmal im Jahre 2025 der Weg zu Field geführt hat. Dass Alice Sara Ott diese Produktion spielen darf, ist freilich ein Glücksfall. Natürlich würde ich

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Benyamin Nuss – Personal Stories

Benyamin Nuss – Personal Stories

Irgendwie steht der Titel des Albums in krassem Widerspruch zur Musik. Denn so «personal» wie es auf dem Cover heißt, ist diese Musik nicht. Sie ist vielmehr und vor allem reichlich pauschal, erinnert an den musikalischen Rahmen in einer gepflegten Bar: pauschal, ohne Charakter, konsumationsbedürftig und – leider am Ende auch langweilig. Was bei einem Aperol noch geht (weil man es überhört), wird auf einem Album zur Qual. Nun stellt sich die neugierige (!!) Frage, welche «personal stories» Benjamin Nuss hier erzählt. Ein Blick auf die Titel verweist dann auch

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