3. März 2024 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Das Kondensat: Andere Planeten

Das Kondensat: Andere Planeten

… Dem ursprüglichen Triokondensat hilft aktuell Liz Kosack auf die Sprünge, denn sie erweitert den tönenden Raum ins Ungewisse und setzt damit laufend Kompositionsprozesse in Gang. Das macht Spaß, wenn die Einfallsausfälle der Ideengeber wie in «Otari 1970» mal viere gerade sein lassen. Das klotzt recht souverän, zugegeben. Jetzt also atmet man Teccnotronixs von kondensierter Krautspäne. …

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ROWK – ROWK

ROWK – ROWK

Buntglasig ist auch diese Musik, die ihre Ecken und Kanten nicht glättet aber auch nicht als Monstranz ihrer Eigenbeglaubigung vor sich her trägt. Musik bleibt im poetischen Schleudergang der virtuosen Pluralität, die so und nicht anders nur in diesem Quartett stattfinden kann.

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Hely: Plode

Hely: Plode

Fünf Tracks legt Hely auf Plode vor. Piano und Schlagzeug machen Erkundungen im Bereich repetitiver Musik. Und damit ist es gerade nicht minimal, sondern maximal music. Zumal wenn die Muster und Patterns hier bisweilen so eng geschichtet und zugleich immer wieder durchkräuselt werden wie auf dem dritten und titelgebenden Track der Platte plode. …

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Caixa Cubo: Agôra

Caixa Cubo: Agôra

… Herausgekommen ist ein wirklich reizendes Hörbild mit schwerstem Einschlag brasilweltlicher Feinsinnigkeiten. Was da so herausströmt ist unter der musikalischen Haube nämlich ziemlich kunstvoll gewebt. Fast ein bisschen so wie im Schwebemodus eines fliegenden Teppichs: Sicher im Flugverhalten, die verarbeiteten Materialien edel, die Verarbeitung zeugt von Handwerkskunst. …

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Blick Bassy: Mádibá

Blick Bassy: Mádibá

… Musikalisch bewegen wir uns im Rahmen postmoderner Popmusik mit allen nötigen Schikanen aktueller Produktionstechnik ohne überbordendes Instrumentarium – am fluiden Buffet aus Klicks und Brass-Sets. Hier fließt alles seinen nicht selten hymnischen Gang. Eine ziemlich entspannte Angelegenheit musikalischen Geschichtenerzählens. …

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De Graaff: The Forest in April

De Graaff: The Forest in April

… Die Solistin Maya Fridman, der das titelgebende Werk gewidmet ist, präsentiert hier hochvirtuoses Cellospiel im Zusammenhang ihres orchestralen Gegenparts. Ein Doppelkonzert mit zwei Solisten:innen. Eigentlich nicht eine One-Vs.-Many-, sondern komponiert als OneToOne-Situation – fast umgedreht könnte man auch sagen, es handle sich um zwei Orchesterkonzerte mit Cellobegleitung. …

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Jarrett – CPE Bach: Württembergische Sonaten

Jarrett – CPE Bach: Württembergische Sonaten

… Das scheint wohl hier die Kunst des Pianisten Jarrett, selbst hinter der Darstellung zu verschwinden. Es  interessiert nicht „der“ Jarrett dabei. Es  interessiert nicht „der“ Jarrett dabei. Was will man eigentlich mehr herausziehen aus so einer Realisation einer Musik, die genaugenommen eine Ausfahrt aus ihrer Zeit war in eine Richtung, so eigenartig und doch sozialgeschichtlich und ästhetisch verankert, dass selbst ein Blick in den kompositorischen Rückspiegel nur schemenhaft die Landschaft andeutet, aus der sie hervorging. …

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Meteors – Message to outer space

Meteors – Message To Outer Space

… Woher stammt eigentlich das Bedürfnis, Produkte unserer Kunstwelt ins Weltall schießen zu wollen? IIst damit die stille Hoffnung auf bessere Welt jenseits des Diesseits verbunden, die all das besser verstehen und empfinden möge. Hat man alle Hoffnung fahren lassen, dies vor Ort in Erfüllung gehen zu sehen. Wir wissen dabei doch nicht einmal, wie außermenschliche Lebewesen auf der Erde eine solche Musikwelt wahrnehmen. Genau genommen wissen wir das noch nicht mal bei den Menschen selbst. Eigentlich wissen wir ja gar nichts. …

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