14. Mai 2026 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Horn Legacy – Hervé Joulain

Horn Legacy – Hervé Joulain

Da tönt es aus dem Wald heraus. Kein anderes Instrument steht in der europäischen Kulturgeschichte näher an der Natur, als das Horn. Gleich ob als schmetterndes Post- oder Waldhorn oder als modernes, vollchromatisches Ventilhorn: Die aus edlem Blech gewickelte Schnecke erfordert einen extrem sicheren Ansatz und viel Gefühl bei der Ausgestaltung der Linien. Ein halbes Jahrhundert schwelte der Streit um den ganz eigenen Klang des (gestopften) Naturhorns und seiner mechanisierten Variante bis hin zu Brahms’ melancholischem Trio. Heute wird diese bautechnische Differenz sogar als kompositorischer Aspekt wieder aufgegriffen… Etwas einfacher

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Hans Gál

Hans Gál

Trotz seines langen Lebens ist es um Hans Gál (1890–1987) merkwürdig ruhig geblieben. Nach Studien im post-Brahms-Umfeld und einem Opern-Erfolg (Die heilige Ente, 1923) wurde er 1929 Direktor des Mainzer Konservatoriums. Von den Nationalsozialisten 1933 des Amtes enthoben, wandte er sich zunächst wieder nach Wien, ging dann nach Großbritanien und fand ab 1945 im schottischen Edinburgh eine neue Wirkungsstätte. Anschluss an die jeweils aktuellen stilistischen Entwicklungen fand er nach keinem der beiden Weltkriege. Vielmehr entwickelte Gál eine ganz eigene Sprache, der er auch treu blieb: tonal geprägt und aus dem

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