4. April 2025 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Leonie Klein / Isanie Percussion Duo

Leonie Klein / Isanie Percussion Duo

Mitunter sind Bezeichnungen musikalischer Besetzungen recht verwirrend oder gar missverständlich. Schon im ausgehenden 18. Jahrhundert bezeichnet ein «Quartett» vier Sänger:innen, das Quatuor aber ein Streichquartett. Noch heute wird üblicherweise zwischen einem Duett (Vokalstimmen, oft mit instrumentaler Begleitung) und einem instrumentalen Duo unterschieden. Gezählt werden die Stimmen bzw. die Instrumentalisten und ihre Instrumente. Bei einem zeitgenössischen Schlagwerk-Duo wird es etwas komplexer, denn zwei Musiker:innen haben in der Regel viele unterschiedliche Instrumente um sich herum gruppiert, die mitunter auch simultan gespielt werden. Unweigerlich drängen sich diese Gedanken auf, verfolgt man das Album

Teil 4 von 5 in Michael Kubes HörBar #148 – Duo – Duett – Double
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Marcus Weiss / Contemporary Concertos

Marcus Weiss / Contemporary Concertos

Marcus Weiss ist nicht nur ein hervorragender Virtuose auf dem Saxophon, sondern auch ein Vermittler neuer Musik. Den ausdrucksstarken und nicht allein technisch adäquaten Interpretationen stehen richtige wie auch griffige Formulierungen zur Seite, wenn Weiss (wie im Booklet-Interview) über seine Instrumente (Stimmlagen!) und das Repertoire spricht. Dort lernt man dann auch das Wort der «Saxofonkonzertlosigkeit» kennen – geboren aus dem ernüchternden Sachverhalt, aber auch aus dem Umstand, dass viele Kompositionen nach ihrer Uraufführung vollständig von der Bildfläche verschwinden. Umso wichtiger ist dieses Album mit insgesamt vier konzertanten Werken aus den

Teil 3 von 5 in Michael Kubes HörBar #088 – Saxophon
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Péter Eötvös: Senza Sangue

Péter Eötvös: Senza Sangue

Die Frage, welchen Einakter man an einem Opernabend Béla Bartóks Herzog Blaubarts Burg zur Seite stellen könnte, hat eine schlüssige Antwort mehr erhalten. Bei dem gesuchten Gegenstück handelt es sich um Péter Eötvös’ im Jahre 2015 uraufgeführtes Drama Senza Sangue (Ohne Blut) – in der unrevidierten Version mit identischer Bártok-Besetzung (jedoch ohne Orgel), mit sieben Szenen und einer wiederkehrenden motivischen Zweiton-Reverenz. Im Gegensatz zum Blaubart zeigt sich allerdings ein wenig Licht am Ende des Tunnels – die Möglichkeit jedenfalls dafür. Zudem ist bei Eötvös die «Sage nicht alt», sondern spielt

Teil 1 von 5 in Michael Kubes HörBar #022 – Oper 20./21. Jahrhundert
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