5. Dezember 2022 nmz – HörBar – unabhängig / unbestechlich / phonokritisch
Iconoclast – Demolition Of Wisdom

Iconoclast – Demolition Of Wisdom

Auch so eine Platte, die mit großem „Hallo“ startet. Rambazamba mit Schlagwerk und Saxophon(en). Und dann folgen weitere 19 Tracks, die das Versprechen des ersten Stücks immer weniger einlösen. Das Duo Julie Joslyn und Leo Ciesa verspricht eine Welt „of rhythmic invention, chaotic melodies, a fusion of heart and mind. Release yourself from your expectations. Demolition of Wisdom will answer all your questions.“ Nun, ich hätte da noch eine Frage: Warum dauert das erste Stück mit dem Titel „Four Forgotten Minutes“ exakt sechs Minuten? Okay. Die Bilderstürmer sind unterwegs und

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Vismala / Neander – Digital Shaman

Vismala / Neander – Digital Shaman

Sympathische Fusion-Music, die laut Beipackzettel „die musikalischen Grenzen zwischen ROCK, JAZZ, FUNK und WORLD neu“ auslotet. Neu? Neu?? Neu????? Gute Frage, aber beim Ausloten ist immer Platz nach oben, nach unten und zur Seite. „Digital Shaman ist ein Album voller Überraschungen, das dem Fusion– Genre neues Leben einhaucht.“ Wer kann da also Nein dazu sagen? Eben. Ernsthaft: Der Titel allein schon ist ziemlich geil: „Digital Shaman“. Da muss ich jedoch eher an das Art Ensemble Of Chicago der 60er- bis 80er-Jahre denken, denn so geili (sic!) der Titel der Doppel-CD

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Frank Fusion Trio – My Place

Frank Fusion Trio – My Place

Gefällt! Acht Musiker:innen firmieren als Trio. Warum nicht! Denn darüber macht man sich keine großen Gedanken, wenn das Kollektiv den Volume-Regler aufdreht. Da rumpelt es im Gebälk. Man kann nicht genug von dieser überaus frischen Musik bekommen. Eine durchweg reichhaltige Mischung aus Noise in der Tex- und Gradlinigkeit in der Struktur, die nicht selten die „Grenzen“ zur Rockmusik mehr als deutlich überschreitet. Und gleichwohl klingen Powerwerke wie „Crazy Witch“ nicht nach alter aufgewärmter Wurst. Meisterhaft! Ein Track, der wie eine 22-Minuten-Orgie wirkt, aber tatsächlich in unter fünf Minuten die Flimmerhärchen

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Phraim: Hysteria

Phraim – Hysteria

Man wird nicht ganz warm mit dieser neuen Platte von Phraim, dem schweiz-österreichischen Quartett von Kollektivkomponist:innen. Ich habe mir die Scheibe bestimmt drei bis fünf mal angehört. Woran man merken möchte, dass mir das Werk in den acht Tracks sowohl ans Herz gewachsen ist, weil ich durchwegs zu spüren meite, dass die vier Musiker:innen einer großen Sache auf der Spur sind (und ich gerne bei der Suche hörend mitzuhelfen sehr die Neigung verspürte), leider jedoch war die zur Hörhilfe gerreichte Schatzkarte innermusikalisch ziemlich wischiwaschi, unscharf und verwaschen. Was heißt das?

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