
Unter Lautenisten sind die beiden Drucke bekannt und eine reiche Quelle fürs Repertoire. Sie dokumentieren Terzis Meisterschaft auf dem Instrument, so dass daraus bereits dies und das (mehrfach) eingespielt wurde. Wie also eine eigene Note setzen? Florent Marie hat sich für ein dankbares Supplement entschieden und neben anderem auch bisher nicht berücksichtigte Stücke auf sein Pult gelegt. So handelt es sich bei 19 von 28 Werken (Tracks) um Ersteinspielungen, darunter auch ein Saltarello aus einem heute in Montreal aufbewahrten Manuskript. – Überzeugen kann dieses Album nicht nur durch Florent Maries fast schon kantabel zu nennendes Spiel, sondern auch durch eine sehr angenehme klangliche Intimität. Die Direktheit schließt auch den Atem und technische Geräusche der linken Hand mit ein und macht die Aufnahme gleichsam unmittelbar erlebbar.
Giovanni Antonio Terzi. Toccate dell’Autore I; Caro dolce ben mio; Courante francese; Preludio de l’Autore; Saltarello; Gagliarda; Candide perle del Bicci; Ballo Tedesco e Francese; Il Saltarello del prescritto Ballo; Fantasia Terza dell’Autore; Gagliarda 12 del S. Agostino; Preambulo de l’Autore; Branle simple Francese; Corrente Quarto; Volta Seconda Francese; Canzone Settima; Passamezzo per b quadro; La sua Gagliarda; Veni in hortum meum a 5 (di O. Lasso); Padoana; Toccate dell’Autore II; Balli Alemano II & VII; Volta quarta Francese; Ahi chi mi rompe il sonno; Di ch’ella mosta: 2a parte; Pass’e mezo último; Gagliarda del Pass’e mezo
Florent Marie (Renaissance-Laute)
Carpe Diem CD-16327 (2021)
